Energie und Wasser mit Nachholbedarf
Libyen bietet lukrativen Markt für Investitionsgüter

Libyen hat sich nach mehr als 20 Jahren Isolation seit 2004 der Weltwirtschaft geöffnet. Der Nachholbedarf an moderner Technologie ist sehr hoch. Geschäftsmöglichkeiten bieten sich gleich in mehreren Bereichen. Zur Jahresmitte 2006 hat sich das Geschäftsklima in Libyen auch für deutsche Exportunternehmen verbessert.

bfai KÖLN. Der IWF erwartet für 2006 eine deutliche Steigerung des Wachstums des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf 5,0%, nach 3,5% im Vorjahr. Der Wachstumsmotor der Wirtschaft ist auch weiterhin der Öl- und Gassektor, dessen Exporte mehr als 95% der Devisenerlöse erbringen. Die Dominanz der öffentlich kontrollierten Wirtschaft ist weiter hoch. Reformen und Privatisierungen kommen nur schleppend voran.

Investitionschancen bieten sich deutschen Unternehmen vor allem im Öl- und Gassektor. Ein neues Investitionsschutzabkommen ist unterzeichnet und Deckungen durch Hermes sind wieder möglich. Deutschland hat gute Chancen bei der Lieferung von Investitionsgütern aller Art sowie bei der Errichtung kompletter Anlagen. Mittelständischen deutschen Unternehmen bieten sich Liefermöglichkeiten durch die stetig steigenden Investitionen im Handel und bei Dienstleistungen, wo private libysche Firmen immer mehr Aktivitäten entfalten.

Der Energiesektor bereitet sich auf hohe Investitionen vor. Es sind mehrere Kraftwerke und Stromnetze geplant. Auch die Wasserversorgung ist ein Dauerbrenner für Aufträge in Libyen. Impulse gibt das "Great Man-Made River (GMR)-Projekt". Aber auch neue Anlagen zur Meerwasserentsalzung sind gefragt. Gute Möglichkeiten gibt es auch im Umweltbereich, so beim Abfallmanagement in den Großräumen Tripolis und Benghazi.

Die Regierung plant, einige Fabriken der verarbeitenden Industrie zu privatisieren, vor allem in den Bereichen Eisen und Stahl sowie Zement. Weitere Investitionsmöglichkeiten ergeben in der Textilindustrie und der Nahrungsmittelverarbeitung. Libyens Regierung will 2010 mehr als 1 Mill. Touristen pro Jahr ins Land locken. Die dafür notwendige physische und humane Infrastruktur muss aber erst noch geschaffen werden.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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