Energiewirtschaft
USA suchen nach alternativen Energiequellen

Der wachsende Energiehunger der USA kann durch inländische Förderkapazitäten nicht gedeckt werden. Naturkatastrophen und internationale Krisen haben den Verbrauchern die Auswirkungen von Versorgungsengpässen vor Augen geführt. Die Regierung lehnt zwar weiterhin das Kyoto-Protokoll ab, vollzieht aber eine "grüne Wende" hin zu einer umwelt- und klimafreundlicheren Wirtschafts- und Energiepolitik.

bfai WASHINGTON. Den Vereinigten Staaten sind durch nationale Naturkatastrophen und internationale Konflikte, sowie den damit verbundenen Preissteigerungen das Problem der Energiesicherheit verstärkt bewusst geworden. Die US-Regierung ist daher bemüht, Energiequellen zu diversifizieren und nachhaltig auszubauen. Der Energieverbrauch ist 2005 leicht gesunken, doch wird auf lange Sicht ein gleichmäßiger Anstieg prognostiziert. Die Intensität (Verhältnis Bruttoinlandsprodukt zu Energieverbrauch) nimmt jährlich um durchschnittlich 1,9% ab.

Zu den politischen Meilensteinen der Energiepolitik gehörte der im August 2005 verabschiedete Energy Policy Act 2005, der durch Steuervergünstigungen, Genehmigungserleichterungen und andere Maßnahmen die heimische Produktion stärken und rationale Energienutzung fördern soll. Gesetzesinitiativen zur Zulassung von Bohrungen im ANWR-Naturschutzgebiet (Arctic National Wildlife Refuge) und in Off-Shore Regionen sind dem Kongress vorgelegt worden. Weitere Vorschläge sind die Erhöhung der Raffineriekapazität, die Einsparung fossiler Treibstoffe und die Erhebung von Sondersteuern bei Ölunternehmen.

Besonderes Augenmerk legt die Regierung Bush auf den Neubau von Kernkraftwerken, die Forschung im Bereich erneuerbare Energien, den Ausbau von LNG-Terminals (Liquified Natural Gas). Auf internationaler Ebene soll das Thema Energiesicherheit weiter inden Mittelpunkt gerückt werden. In der Klimapolitik ist herauszustellen, dass die USA das Problem der globalen Erwärmung verstärkt beachten. Sie bleiben bei der ablehnenden Haltung gegenüber dem Kyoto-Protokoll und verbindlichen CO2-Zielen. Sie verfolgen aber international einen Ansatz, über neue Technologien den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Im Jahr 2005 haben sieben Bundesstaaten im Osten des Landes im Rahmen der Regional Greenhouse Gas Initiative ein Memorandum of Understanding zur Emissionsminderung ausgehandelt.

Die USA haben 2005 rund 28,3 Mill. MWh verbraucht. Insgesamt ist seit 1973 ein relativ gleichmäßiger Anstieg der Energienutzung zu verzeichnen, der unter dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) liegt. Dennoch ist das Land mit einem Anteil von 4,6% an der Weltbevölkerung für 23,4% des globalen Energieverbrauchs verantwortlich. Bis 2025 wird ein weitere Zunahme um jährlich 1,4% erwartet. Rund 30% der benötigten Energieträger werden importiert. Zu den Hauptlieferländern gehören Kanada, Mexiko, Venezuela, Saudi-Arabien, Nigeria und der Irak. Präsident Bush setzt sich für eine Diversifizierung und Fokussierung auf nationale Energiequellen ein, um die Abhängigkeit von Einfuhren zu senken.

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