Engagement im Ausland
Dubai bis Shanghai – Messetrends 2007

Auf den Standort kommt es an. Das gilt auch und vor allem für die Teilnahme an einer Auslandsmesse. Vor allem deutsche Mittelständler sollten wissen, wo die Musik spielt. Die Trend-Messeplätze 2007 im Überblick.

KÖLN. Die Trendstädte für den Messeauftritt deutscher Unternehmen liegen im Osten. In Moskau werden die Standflächen knapp, Shanghai zählt zu den am höchsten ausgelasteten Messemetropolen der Welt und Dubai boomt – nicht nur, was Messen und Ausstellungen betrifft. Aufsteiger des Jahres ist Indien.

Doch im Ausland läuft längst nicht alles so wie in Hannover, Frankfurt oder München. Messegelände und -bauten entsprechen nicht überall dem heimischen Standard. Immer wieder bereitet der Zoll großen Ärger: „Es ist schon teuer, ein Exponat ins Land zu bringen, es aber wieder herauszubekommen, kostet noch mehr. „Ich stelle hier nur noch Poster aus“, berichtet ein Unternehmer im Rahmen der Facim, der größten Investitions- und Konsumgütermesse in Mosambik.

Die Bundesregierung fördert das Engagement deutscher Unternehmen jenseits der Grenze: Jährlich nehmen rund 6000 Firmen an ihrem Auslandsmesseprogramm teil, darunter viele Mittelständler. Sie kommen aus fast allen produzierenden Branchen, allen voran dem Maschinenbau mit 30 Prozent der Aussteller, gefolgt von Medizintechnik, Elektrotechnik und Elektronik.

Der Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft (Auma) berichtet, dass von den 55 000 deutschen Unternehmen, die auf Inlandsmessen ausstellen, 40 Prozent im Ausland engagiert sind. „Das ist schon sehr respektabel, denn nicht jedes Unternehmen kann und will exportieren“, sagt Peter Neven, seit Februar 2006 Geschäftsführer des Auma. Nach wie vor aber bleiben viele Mittelständler zu Hause: „Ich vermute, dass viele den organisatorischen Aufwand scheuen und vielleicht auch überschätzen“, meint Neven.

Vielleicht kennen manche auch die Förderprogramme noch nicht ausreichend. Denn neben dem Bund bieten fast alle Länder Unterstützung an, oft mit dem Schwerpunkt Europa, was gerade für Einsteiger interessant ist. Als Spitzenverband der deutschen Messebranche koordiniert der Auma die deutschen Aktivitäten auf Auslandsmessen und bereitet zusammen mit den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das offizielle deutsche Auslandsmesseprogramm vor.

Messebau, Standgebühren, Flugtickets, Personal, Spesen: Das Engagement im Ausland schlägt mit mindestens fünfstelligen Kosten zu Buche. Damit sich dieser Aufwand rentiert, muss der Auftritt gut vorbereitet sein – das fängt bei der Auswahl der richtigen Messe an: Keine einfache Entscheidung, denn von Dubai bis Shanghai konkurrieren immer mehr Messegesellschaften mit Ausstellungen zur gleichen Zeit oder zum gleichen Thema. Genaue Recherche im Vorfeld ist ein Muss. Die bfai und die Auslandshandelskammern bieten entsprechende Informationen. Zum Angebot gehören Marktrecherchen, Informationen über einzelne Messen sowie die Unterstützung des Messeauftritts.

Gemessen an den für 2007 geplanten offiziellen Beteiligungen an Auslandsmessen rangiert Moskau mit 42 auf Platz eins, gefolgt von Shanghai und Dubai mit 30 beziehungsweise 27. In Indien werden deutsche Unternehmen in diesem Jahr 14 mal offiziell mit einem Gemeinschaftsstand auf Ausstellungen vertreten sein.

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