Erbschaftsteuerreform
Finanzminister wollen Steuern für Mittelstand verschärfen

Die Erbschaftsteuerreform, wie sie die Finanzminister von Bund und Ländern planen, wird für Personengesellschaften eine deutliche Verschärfung mit sich bringen. Nach dem Papier der gemeinsamen Arbeitsgruppe der Finanzminister sollen Einzelunternehmen und Beteiligungen an Personengesellschaften ab 2007 im Erbfall genauso hoch bewertet werden wie Kapitalgesellschaften.

HB HAMBURG. Das berichtet die „Financial Times Deutschland“ am Donnerstag. Auch für Personengesellschaften soll dann das so genannte Stuttgarter Verfahren gelten. Dieses führt bei profitablen Unternehmen zu deutlich höheren Wertansätzen und damit zu einer größeren Belastung mit Erbschaftsteuer.

Nach bisherigem Recht werden Personengesellschaften für die Erbschaftsteuer allein mit den Steuerbilanzwerten angesetzt. Dieser Vorteil bei der Erbschaftsteuer ist auch ein wichtiger Grund dafür, dass in Deutschland 85 Prozent aller Unternehmen als Einzel- oder Personenunternehmen organisiert sind.

Beim Stuttgarter Verfahren werden dagegen sowohl Substanzwerte aus der Steuerbilanz als auch Ertragswerte angesetzt. Das ist bei profitablen Unternehmen von Nachteil. Der Gewinn des letzten Jahres vor dem Erbfall wird dreifach bewertet, der aus dem zweitletzten zweifach und der aus dem drittletzten Jahr einfach.

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