Erntemaschinen

Claas fährt ein Sparprogramm

Der Erntespezialist Claas leidet unter der Krise, zur Zeit ist das Unternehmen nur zu 70 Prozent ausgelastet. Besonders der schwache Markt in Russland verhagelt das Ergebnis. Besserung ist kaum in Sicht. Um dem schlechteren Ertrag zu begegnen hat das Unternehmen ein Sparprogramm aufgelegt.
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Das Sparprogramm von Claas soll 2010 Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro bringen. Quelle: dpa

Das Sparprogramm von Claas soll 2010 Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro bringen.

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Nach mehreren Jahren starken Wachstums spürt auch der Erntespezialist Claas die Konjunkturkrise. Im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2008/09 gab es einen herben Rückschlag und für 2010 ist keine Besserung in Sicht. Das Familienunternehmen aus Harsewinkel in Ostwestfalen stellt sich auf einen weiteren Rückgang der weltweiten Märkte für Erntetechnik ein. "Wir sehen noch keinen Silberstreifen am Horizont", sagte der Sprecher der Geschäftsführung Theo Freye bei der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Derzeit ist das Unternehmen im Schnitt nur zu 70 Prozent ausgelastet.

Der Fachverband Landtechnik im Branchenverband VDMA hatte vor kurzem für die deutsche Landtechnik für das kommende Jahr einen Umsatzrückgang von mindestens zehn Prozent prognostiziert. Diese Erwartung hat Freye auch für das eigene Unternehmen. Es gebe bereits einige Zeichen der Stabilisierung. So werde sich der für Claas wichtige Markt Osteuropa leicht erholen, allerdings nur etwa ein Drittel des Volumens des außergewöhnlich guten Jahres 2008 erreichen. "2010 wird ein weiteres schwieriges Jahr werden", resümierte Freye.

Im Geschäftsjahr 2008/09 verbuchte Claas einen Umsatzrückgang von 10,4 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro. Das sei aber immer noch das zweitbeste Jahr der Geschichte, betonte Finanzchef Hans Lampert. Der Weltmarkt für Landtechnik sei mit rund 25 Prozent noch stärker eingebrochen. Besonders schwierig war das Geschäft in Osteuropa und hier besonders in Russland. Der Rubel habe rund 35 Prozent an Wert verloren und das Geschäft belastet, außerdem erschwerten Sonderzölle auf Importe und Finanzierungsschwierigkeiten der Kunden den Absatz in Russland. In Südamerika ließ eine ausgeprägte Trockenheit in Argentinien besonders den Verkauf von Mähdreschern einbrechen. Dagegen zeigten sich die Märkte in Westeuropa und Nordamerika relativ stabil. Auch mit dem noch relativ kleinen Markt Indien zeigte sich die Geschäftsführung zufrieden.

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