Erwartungen enttäuscht
Mittelstand gibt großer Koalition schlechte Noten

Die Mittelstandspolitik der Bundesregierung bekommt von den betroffenen Unternehmern miserable Noten: Die Chefs von 500 Firmen mit einem Umsatz zwischen drei Mill. und 1 Milliarde Euro gaben der Regierung unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Schulnotenskala noch schlechtere Noten als die rot-grüne Vorgängerregierung.

HB HAMBURG. Nur eine 4,2 im Fach Mittelstandsorientierung bekam die große Koalition, wie Arnold Weissman von der Nürnberger Unternehmensberatung Weissman & Cie als Veranstalter der Umfrage mitteilte.

Der schlechte Wert komme auch deshalb zu Stande, weil die Erwartungen an die Reformpolitikerin Merkel besonders hoch gewesen seien, erklärte Weissman, der die Umfrage am Sonntag veröffentlichte.

„Heute sieht es für viele Unternehmer so aus, als hätte der Sozialdemokrat Schröder mehr für die Modernisierung Deutschlands getan als Frau Merkel jetzt zu Wege bringt“, sagte Weissman. Entsprechend negativ fallen auch die Einzelnoten für wichtige Kabinettsmitglieder der Koalition aus Union und SPD aus. In Bezug auf die Mittelstandorientierung erzielt Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eine Note von 3,5, Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eine 3,8. Die Kanzlerin selbst schafft eine Note von 3,7. Ganz schlecht schneidet Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) mit einer 4,4 ab.

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