Erzbischof
Zollitsch fordert bessere Job-Angebote für junge Migranten

Die Katholische Kirche mahnt die Wirtschaft: Die Unternehmen sollten mehr sozial Benachteiligte einstellen. Außerdem müsse es mehr Ausbildungsplätze für Problemjugendliche geben; gerade junge Migranten hätten es schwer.
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FreiburgDie Katholische Kirche hat die deutsche Wirtschaft dazu aufgerufen, verstärkt sozial benachteiligte Jugendliche einzustellen. „Es braucht gezielt mehr Einstiegsangebote für jene junge Menschen, die am Rande stehen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. „Die positive Wirtschaftslage und die Dynamik am Arbeitsmarkt bieten hierzu die Gelegenheit.“ Neben besseren Stellenangeboten müsse es auch mehr Ausbildungsofferten geben: „Jugendliche mit Problemen müssen beim Berufseinstieg gefördert werden“, sagte Zollitsch.

Besonders benachteiligt seien nach wie vor junge Migranten, betonte der Freiburger Erzbischof. „Sie werden seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und haben nachweisbar schlechtere Chancen auf einen Ausbildungsplatz.“ Die Unternehmen müssten umdenken, die Zeit dafür sei gut: „Gute Konjunktur muss auch die Perspektiven Benachteiligter verbessern.“ Die Wirtschaft habe eine soziale Verantwortung, der sie gerecht werden müsse.

Weiter sagte Zollitsch: „Wenn die Lage sich so positiv entwickelt und Wirtschafts-Forschungsinstitute mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit und mit kräftigen Lohnsteigerungen rechnen, dann sollten sich auch die Perspektiven junger Leute verbessern, die bislang Schwierigkeiten beim Einstieg ins Berufsleben hatten.“ Die Katholische Kirche werde an diesem Montag mit einem deutschlandweiten Aktionstag auf das Problem aufmerksam machen, sagte Zollitsch. Motto der Aktion: „Herkunft egal - Ziel klar!“

Anlass ist der kirchliche „Josefstag“, der traditionell am 19. März gefeiert wird. Der Heilige Josef, von Beruf Zimmermann, gilt unter Katholiken als Schutzpatron der Arbeiter, vor allem der Handwerker. Die Kirche werde sozial Benachteiligte, die einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz suchen, auch zukünftig unterstützen, sagte der Erzbischof. Kirchliche Einrichtungen der Jugendberufshilfe leisteten hier unverzichtbare Arbeit: „Viele Christen sind hier auch persönlich engagiert - durch Patenschaften, um junge Leute zu begleiten und ihnen mit Fachkenntnissen, Tipps und Kontakten behilflich zu sein.“ Sie seien jedoch auf entsprechende Stellen- und Ausbildungsangebote aus der Wirtschaft angewiesen. Hier bestehe großer Nachholbedarf.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Seit 1970 sind ca. 8 Millionen deutsche Kinder abgetrieben. Mit Billigung der Kirche ermordet. Dafür Ablass durch Migranten? Diese Pharisäer, die ihr Volk jeden Tag mit der Adolfgedächtnispeitsche schlagen, sind selbst zutiefst schuldig, weil sie in einer Demokratie zum 8 Millionenmord im Mutterleib geschwiegen haben. Herr Zollitsch, beide Kirchen riechen seit den sechziger Jahren mehr nach Satan als nach Weihrauch. Aber die Geschichte straft sie jetzt schon. In fünfzig Jahren sind beide christlichen Kirchen tot und durch islamische Migranten beerdigt.

  • Da hilft nur noch raus aus der Kirche, damit diese Typen nicht mehr finanziert werden.

    Am besten er gehr zu den Muslims, dann wird er merken wie
    das alles läuft.

  • Muahahaha!
    Laut Cicero kommen bald die richtig FETTEN Jahre in D, fragt sich nur, für welche Gesellschaftsschichten:
    http://www.cicero.de/weltbuehne/prognose-deutschland-2030-wohlstand-die-fetten-jahre-kommen-erst/48642

    Und wer hat es geschrieben > Bert Rürup.

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