Etliche Mittelständlier passen ihr Börsenlisting ihrem operativen Wachstum an
Kleine Firmen bewähren sich an der Börse

Immer öfter gelingt Neulingen wie Phönix Solar der Durchmarsch auf einen Index-Platz. Die Entwicklung zeigt: Wenn Mittelständler wirklich ehrgeizig sind, setzen sie sich auch hohe Ziele. Nötig für den Erfolg sind gute Zahlen und eine überzeugende Wachstumsstory.

FRANKFURT. Etliche Mittelständler passen ihr Börsenlisting ihrem operativen Wachstum an. Die Zahl der Emittenten, die in den vergangenen Jahren ihren Börsenstart im Entry Standard begonnen haben, dann in den Prime Standard aufgestiegen sind und zu guter Letzt sogar einen Indexplatz erobern konnten, ist kräftig angewachsen. Nach den beiden Solar-Unternehmen Phönix Solar und Roth & Rau hat mit Branchenkonkurrent Manz Automation ab dem 22. September das dritte Unternehmen diese Karriere geschafft. Dann nämlich steigt die Aktie in den TecDax auf.

Deutschlands Mittelständler - zumindest die ambitionierten unter ihnen - haben demnach das umgesetzt, was die Deutsche Börse bei Einführung des Eingangssegments im Oktober 2005 propagiert hat. Damals wurde der Entry Standard als kostengünstiges Sprungbrett für Börsenneulinge angepriesen, die ohne allzu großen Aufwand die ersten Gehversuche auf dem bisweilen sehr glatten Aktienparkett machen wollten. 13 der 108 Unternehmen, die seither in den Entry Standard gegangen sind, haben anschließend den Wechsel in ein höherklassiges Segment vollzogen - zwölf davon in das Premiumsegment, den am strengsten reglementierten Prime Standard, und nur einer in den darunter angesiedelten General Standard. Womit auch gleichzeitig deutlich wird: Wenn Mittelständler wirklich ehrgeizig sind, setzen sich auch hohe Ziele.

Zwei Indizien gibt es in der Regel dafür, für wen ein Aufstieg sinnvoll ist. Zum einen sind es die Börsenumsätze, die beispielsweise beim Solarzulieferer Manz Automation schon lange weit über dem lagen, was bei durchschnittlichen Entry-Standard-Aktien täglich gehandelt wird. Zum anderen wird das Interesse der Investoren zusätzlich geweckt, wenn die Analysten namhafter Banken die Aktie bereits in diesem Umfeld beobachten. Phönix Solar, der Hersteller von Solar-Großkraftwerken, der als erstes den Sprung vom Entry Standard über den Prime Standard bis in den TecDax schaffte, stand bereits früh auf der Beobachtungsliste von Deutscher Bank und Goldman Sachs. Mit solch hohen Weihen werden Unternehmen des Eingangssegments gewöhnlich nicht bedacht. Die über die Jahre hinweg steigenden Kursverläufe von Unternehmen wie Phönix Solar, Roth & Rau oder Manz Automation geben den Experten indes Recht, hier schon früh die Fühler auszustrecken.

Seite 1:

Kleine Firmen bewähren sich an der Börse

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%