EU-Beitritt Ende 2010
Kroatien wird zum interessanten Standort für Investoren

Dank der politischen Stabilität im Land marschiert Kroatien mit Riesenschritten auf Mitgliedschaften in der EU sowie der Nato zu. Doch noch sind nicht alle Stolpersteine aus dem Weg geräumt. Besonders beim EU-Beitritt leidet der Balkanstadt unter den hohen Zulassungshürden.

ZAGREB. Wütende Serben, die in Mitrovica ein Gerichtsgebäude stürmen und dabei die Uno-Posten überrennen, Schüsse und Brandsätze auf Panzer der Kfor-Schutztruppe – die jüngsten Krawalle im Nordkosovo zeigen, dass der Balkan auch 17 Jahre nach der Abspaltung der ersten jugoslawischen Teilrepubliken alles andere als ruhig ist.

Umso stärker rücken jene Staaten aus der Konkursmasse Jugoslawiens ins Zentrum westlicher Sicherheitspolitik, die es zu einer gewissen Stabilität gebracht haben und die eine wichtige Rolle bei der politischen und wirtschaftlichen Kooperation in der Region spielen. Dazu zählt Kroatien – das Land hat gute Chancen, bald in die Nato und die Europäische Union aufgenommen zu werden.

Die konservative Regierung von Premierminister Ivo Sanader hat der Mitgliedschaft in beiden Bündnissen oberste Priorität eingeräumt. Zusammen mit Albanien und Mazedonien gehört Kroatien zu den Balkanstaaten, die beim Nato-Gipfel Anfang April in Bukarest auf eine Einladung zur Mitgliedschaft im Verteidigungsbündnis hoffen. Beim letzten Treffen der Nato-Außenminister gab es keinerlei Einwände gegen eine solche Offerte an die Regierung in Zagreb.

Dagegen gilt Albanien wegen verzögerter Reformen als unsicherer Kandidat. Und die Einladung an Mazedonien wird durch Griechenland blockiert, da man in Athen wegen der griechischen Provinz Mazedonien Vorbehalte gegen den Staatsnamen Republik Mazedonien hat. Kroatien hat vor allem dann Chancen auf einen schnellen Nato-Beitritt, wenn die Allianz von ihrem bisherigen Plan abrückt, die drei Balkanländer gleichzeitig einzuladen.

Auch der Beitritt des Landes zur Europäischen Union ist in greifbare Nähe gerückt. Er sei zuversichtlich, dass die Beitrittsverhandlungen im Herbst kommenden Jahres abgeschlossen werden können, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vergangene Woche: „Nach diesem Zeitplan kann der Beitritt Ende 2010 erfolgen.“

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