Mittelstand

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Europa-Park-Chef: „Der Nürburgring wird Kurt Beck die Karriere kosten“

Staatliche Hilfen braucht Deutschlands größter Freizeitpark in Rust nicht. Besitzer Roland Mack finanziert alles aus eigenen Mitteln und mit seinen Banken. Die Subventionen für den Nürburgring ärgern ihn umso mehr.

Roland Mack, Geschäftsführer des Europa-Parks. Quelle: Europapark
Roland Mack, Geschäftsführer des Europa-Parks. Quelle: Europapark

Herr Mack, Ihrem Europa-Park Rust geht es prächtig. Der staatlich massiv subventionierte Nürburgring dagegen ist pleite. Was lief da schief?
In diesem Fall ist die Ignoranz von Ministerpräsident Kurt Beck beispiellos. Meinen Rat als Unternehmer hat er vorher nicht einmal hören wollen. Als ich mit ihm sprechen wollte, hat er das mit einem arroganten Handwisch abgetan. Jetzt wird das Desaster um den Nürburgring ihn seine Karriere kosten.

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Verspüren Sie Schadenfreude?
Nein, ich bin eher schockiert.

Sie profitieren doch, ein Konkurrent weniger ist immer gut.
So betrachte ich das nicht. Es ist verantwortungslos, wie Beck mit Steuergeldern umgegangen ist. Auch ich zahle Einkommensteuer, die sich durch solche Fehlinvestitionen erhöht. Ich bin absolut gegen Subventionen im Allgemeinen und bei Freizeitparks im Besonderen.

Vita

  • Vollblutunternehmer

    Der Europa-Park in Rust ist Roland Macks Lebenswerk. In knapp 40 Jahren hat der 62-jährige Ingenieur den größten Freizeitpark Deutschlands aufgebaut. Zudem gehört seiner Familie der Achterbahnhersteller Mack Rides. Die Gruppe erzielt 300 Millionen Euro Umsatz.

  • Strippenzieher

    Mack pflegt Kontakte zur baden-württembergischen Politik. In der Branche ist er gut verdrahtet: Derzeit steht er dem Weltverband der Freizeitindustrie vor.

Klar, da es Ihre Konkurrenz aufpäppelt.
Der Europa-Park spürt den Nürburgring überhaupt nicht. Wir wachsen pro Jahr um rund zehn Prozent und schreiben schwarze Zahlen. Aber die kleineren Parks direkt in der Nähe wie der Holiday-Park in Haßloch leiden schon.

Subventionen gibt es in Deutschland doch an jeder Ecke. Viele Firmen nehmen das Geld nur zu gerne.
Mir geht es ums Prinzip. Es ist nicht Aufgabe des Staates, in eine funktionierende Branche einzugreifen.

Nürburgring Achterbahnfahrt in die Insolvenz

  • Nürburgring: Achterbahnfahrt in die Insolvenz
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Das ist kein rein deutsches Problem.
Da haben Sie leider recht. Da müssen wir nur über die Grenze nach Frankreich schauen. Da ist jeder Freizeitpark subventioniert. Gerade ist der hoch subventionierte Freizeitpark "Bioscope" in die Insolvenz gegangen.

Auch der Europa-Park hat eine bessere Verkehrsanbindung bekommen. Das sind doch ebenfalls Förderungen.
Aber die lohnen sich auch für den Staat und wir haben sogar beim jüngsten Straßenbauprojekt erhebliche Mittel aus dem Unternehmen zugeschossen. Solche Maßnahmen sind mit den fast 500 Millionen Euro für den Nürburgring nicht vergleichbar.

  • 15.08.2012, 13:52 UhrKritischer

    Pflegen Sie nur Ihre Vorurteile:
    Es liegt nicht am Parteibuch, wenn Menschen die Bodenhaftung verlieren.
    Auch schwarze Ministerpräsidenten habe reihenweise Steuergelder verblödelt: schauen Sie mal nach Bayern!!!

  • 15.08.2012, 13:40 UhrKritischer

    wieso nur roter sumpf,
    schauen Sie mal über die Landesgrenzen:
    In Bayern und Baden-Württemberg haben die dortigen schwarzen Ministerpräsidenten den Bankstern die Milliarden und Millionen nur so in den Rachen geworfen, ohne dass dadurch auch nur vorübergehend Menschen in Lohn und brot kamen.

  • 15.08.2012, 00:34 UhrAnnika

    Zitat von Manfred:
    "">>In diesem Fall ist die Ignoranz von Ministerpräsident Kurt Beck beispiellos. Meinen Rat als Unternehmer hat er vorher nicht einmal hören wollen. Als ich mit ihm sprechen wollte, hat er das mit einem arroganten Handwisch abgetan.<<
    Na ja, so geht Herr Mack ja auch mit anderen Leuten um, und zwar solange sie nicht prominent sind und seinem Park nützen! Wie es in Wald hineinruft... Also Herr Mack, ersta mal an die eigene Nase packen!
    ""

    Also Herr Mack ist sehr an der Meinung seiner Besucher interessiert. Oft schon mitbekommen, dass er einfach irgenwelche Besucher fragt wie es ihnen gefällt. Selbst bei uns kam er mal selbst an den Tisch und fragte uns. Waren selbst verwundert.

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