Expansion
Zech kauft brasilianische Hochtief-Tochter

Der Bremer Baukonzern und Immobiliendienstleister will mit der Übernahme sein Brasiliengeschäft ausbauen. Der Essener Hochtief-Konzern behält seinen Minderheitsanteil und sichert sich so den Zugriff auf lokale Ressourcen.
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DÜSSELDORF. Der Bremer Baukonzern und Immobiliendienstleister Zech Group übernimmt die Mehrheit an der brasilianischen Tochter des Essener Branchenprimus Hochtief. Damit stelle die mittelständische Unternehmensgruppe die Weichen für weiteres, internationales Wachstum, insbesondere im "attraktiven Umfeld Brasiliens", wie die Zech-Gruppe mitteilte. Zech ist bereits seit Jahren über Tochtergesellschaften in Brasilien im Bereich Umwelt tätig. Seit einem Jahr ist Zech mit 50 Prozent am Bauunternehmen Construtora Tedesco in Porto Alegre beteiligt. Mittelfristig will die Zech Gruppe auch ins brasilianische Immobilien- und Hotelgeschäft einsteigen.

Hochtief behalte einen Minderheitsanteil an seiner früheren Tochterfirma Hochtief do Brasil in Sao Paulo, bei der 1500 Mitarbeiter beschäftigt seien, heißt es in der Mitteilung weiter. Für Hochtief bleibe Brasilien ein interessanter Markt. Mit der Minderheitsbeteiligung sichere sich der Konzern den Zugriff auf lokale Ressourcen. Die Hochtief-Tochter ist in den Bereichen Infrastruktur, Industrie- sowie Gewerbe- und Wohnungsbau tätig. Über den Kaufpreis und die genaue Verteilung der Unternehmensanteile wurde nichts bekannt.

Die Zech Group führt als strategische Managementholding Unternehmen aus den Bereichen Bau, Immobilien, Umwelt, Industrie (Nordwest Industrie Capital) sowie Hotel. Beschäftigt werden 2700 Mitarbeiter. Umsatzzahlen veröffentlicht Zech nicht. Das vor 100 Jahren gegründete Unternehmen wird heute in dritter Generation von Kurt Zech geleitet, der das Unternehmen 1978 von seinem Vater übernommen hatte.

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