Expo Saragossa
Wenn sich Wasser- und Geldkreislauf verbinden

Auf der Weltausstellung im spanischen Saragossa beweisen mittelständlische Unternehmen aus Deutschland ihren Erfinfungsreichtum in Sachen Wasser - und locken damit täglich Tausende Besucher in den deutschen Pavillon.

SARAGOSSA. Nur ganze sieben Minuten dauert die Fahrt mit dem Floß durch den deutschen Pavillon auf der Expo 2008 im spanischen Saragossa. Aber diese sieben Minuten ziehen jeden Tag über 5 000 Besucher an - und das schon seit der Eröffnung der Weltausstellung Mitte Juni. Damit hat der Pavillon seine volle Auslastung erreicht - mehr geht nicht.

Und so stehen sich die Besucher schon am frühen Morgen vor der Eröffnung die Beine in den Bauch und hoffen, nach ein bis zwei Stunden Wartezeit auf einem der begehrten Flöße einen Platz zu ergattern. Die Rundfahrt zeigt den Wasserkreislauf in Deutschland - vom Grundwasser durch die Wasserleitungen zu den Verbrauchern und durch die Kläranlage zurück in den Boden. Dabei erfährt der Besucher über Lautsprecher einiges über Wasserverschwendung und-sparen und bekommt als Botschaft mit auf den Weg: "Wasser ist ein Schatz, den wir für unsere Kinder bewahren müssen."

"Wir wollen den Besuchern spielerisch das Gut Wasser und Sparmöglichkeiten näher bringen", sagt Florian Gerlach von der Agentur Totems aus Stuttgart, die den Pavillon gestaltet hat. Damit hält sich sein Auftraggeber, die Bundesregierung, streng an die Vorgaben des spanischen Veranstalters. Denn die Expo steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung".

Nach der Rundfahrt auf dem Floß bekommen die Besucher einen Einblick in den deutschen Erfindungsreichtum - 16 Ausstellungsstücke zeigen, wie man in der Industrie, aber auch im Privathaushalt Wasser sparen kann - etwa mit einem System, das Duschwasser für die Toilettenspülung wiederverwertet.

Vertreten sind dabei vor allem mittelständische Unternehmen rund um das Thema Wasserkreislauf. Ausgewählt wurden sie von Totems und dem Bundeswirtschaftsministerium.

In einem Querschnittsmodell zeigt etwa die Firma Veolia Wasser die Gewinnung von Trinkwasser in Berlin durch die natürliche Filtration des Wassers aus den Berliner Flüssen. "Das gesamte Trinkwasser wird auf der Grundfläche Berlins gewonnen - das ist weltweit einmalig", sagt Reinhold Hüls, einer der Geschäftsführer der Veolia GmbH, die auch an den Berliner Wasserbetrieben beteiligt ist.

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