Externe Bonitätsnoten ergänzen die internen Prüfungen der Banken
Rating hilft bei Kreditverhandlungen

Auch für den Mittelstand wird das Thema Rating immer wichtiger. Denn die externe Bonitätsnote gilt heute als entscheidende Argumentationsgrundlage bei den Kreditverhandlungen mit den Banken.

HB FRANKFURT "Wenn der Unternehmer beispielsweise in Verhandlungen steht, ob er 20 Mill. oder 30 Mill. Euro Kredit bekommt, kann ein externes Rating den Ausgang positiv beeinflussen", sagt Michael Munsch, Vorstandsvorsitzender der Creditreform AG. Zwar hätten alle Kreditinstitute mittlerweile ein ausgefeiltes System eigener Ratings, gleichzeitig fehle aber oft die Zeit, um qualitative Prüfungen der Unternehmen durchzuführen.

Immer wichtiger wird es auch, seine Bonität gegenüber Auftraggebern zu belegen. Zum Beispiel prüfen Automobil- und Bauunternehmen zunehmend die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ihrer Zulieferer und Subunternehmer. "Wer hier ein Rating nach internationalen Standards vorweisen kann, hat die weitaus besseren Karten bei der Auftragsvergabe", erläutert Munsch.

Die Kosten eines Erst-Ratings betragen bei Creditreform zwischen 15 000 und 30 000 Euro, je nachdem, wie komplex die Prüfung ist. Wenn ein Konzern viele Töchter bilanziert, fällt der Preis entsprechend höher aus. Eine externe Bonitätsnote rechnet sich laut Creditreform ab einem Jahresumsatz von fünf Mill. Euro, derzeit arbeite man auch an einem Produkt für kleinere Unternehmen mit einer Mill. oder zwei Mill. Euro Umsatz. Nach Branchenschätzungen wächst der Markt für externe Mittelstands-Ratings jährlich um einen zweistelligen Prozentsatz. Da sich die großen Agenturen wie Standard & Poor's oder Fitch auf börsennotierte Gesellschaften konzentrieren, finden Anbieter wie Creditreform und Euler Hermes hier eine lukrative Nische.

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