Externe Dienstleister
Der Kampf gegen teure Reifenplatzer

Wer Waren termingenau an Kunden ausliefert, kann sich keine Verspätung leisten, Pünktlichkeit ist Pflicht. Da ist es ärgerlich, wenn eine Reifenpanne den Zeitplan durcheinander bringt. Viele Unternehmen engagieren deshalb externe Dienstleister, die sich um die Reifen der Firmenfahrzeuge kümmern. Die Vorteile des professionellen Reifenmanagements.

BERLIN. "Das Thema Reifenmanagement wird wichtiger, da sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und deshalb ein Rundum-Sorglos-Paket für ihre Flotte haben möchten", sagt Thorsten Schuckenböhmer, Leiter Großverbrauchergeschäft bei der Vergölst GmbH in Hiddenhausen.

Ganz nebenbei werden die Kosten durch diesen Schritt vorhersehbarer und sinken. Das behaupten jedenfalls die Anbieter. Reifenhändler und-Hersteller versprechen eine Ersparnis von 20 bis 30 Prozent. Und in Zeiten galoppierender Diesel-Preise sind Unternehmen bereit, an jeder möglichen Kostenschraube zu drehen. Denn bei einem 40-Tonner, der jährlich 200 000 Kilometer absolviert, fallen gut 6 000 Euro an Reifenkosten an.

Zum Service der Reifenmanager gehören neben Lagerung, Abrechnung und Verwaltung auch Profiltiefe- sowie Luftdruckmessungen, Achs- und Spurvermessungen und natürlich das Umpositionieren oder Austauschen der Pneus. Was die Anbieter genau leisten sollen, muss der Flottenbetreiber nach Bedarf entscheiden. Vergölst zum Beispiel berechnet wie die meisten Konkurrenten individuelle Festpreise, die jeder Kunde selbst aushandelt.

Das kann mit sich bringen, dass der Flotten-Chef die Reifenkosten und die Art der Fahrten für die vergangenen Jahre offen legen muss, damit ein Anbieter ein passendes Angebot machen kann. Wer diese Informationen schon gut aufbereitet hat, ist im Vorteil, wenn er einen Dienstleister engagieren will.

So banal es klingen mag: Generell empfiehlt sich, die regelmäßige Reifen- und Luftdruckkontrolle zu vereinbaren, heißt es beim Industrieversicherer HDI. "Treten bei der Überprüfung Mängel auf, ist der Fahrer beziehungsweise Halter des betreffenden Fahrzeugs hierüber sofort zu unterrichten. Sie sind für den verkehrssicheren Zustand des Fahrzeugs verantwortlich und können bei Verstößen belangt werden", sagt Susanne Räuschel, Bevollmächtigte für Kraftfahrt-Sicherheitstechnik beim HDI. Ein grob fahrlässigen Verhalten kann unter Umständen zum Verlust des Kasko- oder gar des kompletten Versicherungsschutzes führen. Etwa wenn im Winter aus Sparwut weiter mit Sommerreifen gefahren wird, was ja inzwischen auch zu Bußgeldern und Punkten in Flensburg führen kann.

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