Facility Management
Auch im Ausland solide bleiben

Was mit einem Wischmob und einem Putzlappen begann, ist mittlerweile eine der größten Reinigungsfirmen der Branche. Klüh Service Management reinigt weltweit Gebäude und betreibt Filialen in Dubai, Moskau und Peking. Wie viele Firmen der Branche ist Klüh seit Jahrzehnten in Familienbesitz - und soll es bleiben.

KÖLN. Es war einmal ein Unternehmer. Der gründete mit einem Wischmob und einem Putzlappen eine Firma. Was wie ein Märchen klingt, ist der Beginn vieler Familienunternehmen im Facility Management. Aus kleinen Gebäudereinigungen sind oft weltweit agierende Unternehmen mit tausenden Mitarbeitern geworden. Die meisten der größten Firmen der Branche sind in Familienbesitz. Dabei sind die Unternehmen weit mehr als nur Gebäudereiniger. Denn heutzutage sind sie oft verantwortlich für die gesamte Gebäudebewirtschaftung.

Auch die Klüh Service Management GmbH steht auf der Liste der größten Facility Manager und ist in Familienbesitz. Den Anfang machte eine einfache Reinigungsfirma, und das bereits 1911. Inzwischen sind bei Klüh 38 700 Mitarbeiter beschäftigt - unter anderem in Filialen in Dubai, Moskau, Peking und seit einem Jahr auch in Neu Delhi. Der internationale Markt stellt das Unternehmen immer wieder vor Herausforderungen, doch die Mühe lohnt sich: "Während in Deutschland bereits der Großteil des Facility Managements ausgelagert ist, gehört die Auslagerung in Südeuropa noch zur absoluten Ausnahme. Deswegen sehen wir hier noch großes Potential", sagt Geschäftsführer Hans-Joachim Driessen.

Das Familienunternehmen hat sich auf zwei Bereiche spezialisiert und betreut vor allem Flughäfen und Kliniken. Eine enge Kundenbindung gehört beim Unternehmen mit dazu. Schließlich helfen die Kunden dem Unternehmen, zu wachsen: "Wenn wir einen Kunden in Deutschland haben, der ins Ausland geht, dann gehen wir einfach mit", sagt Driessen. So war das auch vor acht Jahren. Damals baute Hochtief den Flughafen Athen, und betreibt ihn seitdem. Da Hochtief zu den Kunden von Klüh zählte, ging das Serviceunternehmen mit nach Griechenland. "Natürlich holen wir uns beim Gang ins Ausland oft Unterstützung von Partnern, die sich besser mit den gesetzlichen Bestimmungen vor Ort auskennen", sagt Driessen. Um die Kontrolle über die internationalen Geschäfte zu behalten, hält Klüh an den Unternehmen im Ausland mit wenigen Ausnahmen die Mehrheit. Und sorgt so dafür, dass sich der Gang ins Ausland für das Familienunternehmen rechnet: Für das Geschäftsjahr 2009 rechnet Driessen mit einem Umsatzwachstum von etwa sieben Prozent.

Zugute kommt Klüh Service Management vor allem der gute Ruf deutscher Firmen. Internationale Kunden rechnen mit Qualität, Pünktlichkeit und Sauberkeit. "Wir wollen diese Standards auch bieten", sagt Driessen. "Deswegen schulen wir natürlich auch in Ausland unsere Mitarbeiter je nach Objekt." Das sei die Vorraussetzung, um den Klischees der deutschen Gründlichkeit auch gerecht zu werden.

Die Strategie beim Athener Flughafen soll nun wieder ins Ausland führen "Wir betreuen etwa die IT-Spezialisten Sun Microsystems und auch Microsoft in München. Und diesen Service liefern wir den Unternehmen nun auch für Gebäude im Ausland", sagt Driessen. Der ist mit seiner Auslandsstrategie nicht allein: Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk erwirtschaftet die Facility Management-Branche im Ausland jährlich Umsätze von rund 1,3 Mrd. Euro.

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