Factoring-Anbieter
Finanzkrise könnte Firmenkredite verteuern

In der Finanzbranche wächst die Erwartung, dass die Krise an den internationalen Märkten zu leicht steigenden Kosten in der Unternehmensfinanzierung führt. Sollte sich dies bewahrheiten, würde der Druck auf die Gewinnmargen in der Mittelstandsfinanzierung abnehmen – auch für Factoringanbieter, also Käufer von Forderungen.

bas FRANKFURT. „Jeder beobachtet derzeit mit viel Interesse, ob sich die Krise auf die Finanzierungswilligkeit der klassischen Banken niederschlagen wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende der GE Heller Bank, Joachim Secker, dem Handelsblatt.

Auch andere sehen eine leichte Verteuerung im Markt. Es sei davon auszugehen, dass die Finanzierungskosten bei manchen Instituten nun stiegen, meint Jörg Blumentritt, Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft WGZ Initiativkapital. „Nicht nur die Risikoaufschläge vieler Unternehmensanleihen waren in den letzten Monaten außergewöhnlich niedrig, sondern auch die Bankfinanzierungen wurden von einigen Instituten zeitweise nicht mehr marktgerecht bepreist. Dies ist nun vorbei.“

Bereits jetzt zeigten sich in der Factoringbranche erste Tendenzen, dass der Druck auf die Margen abnehme oder sich gar umkehre, meint Secker. Die Anbieter hoffen zudem, von der Unsicherheit hinsichtlich der Verbriefung von Forderungen in Wertpapiere (ABS) zu profitieren. „Ich könnte mir vorstellen, dass einige Unternehmen sich von der Verbriefung von Forderungen weg und dem direkten Forderungsverkauf wieder zuwenden.“ Die GE Heller Bank rechnet für die zweite Jahreshälfte mit anhaltendem Wachstum. In den ersten sechs Monaten stieg der Umsatz um 32 Prozent auf gut acht Mrd. Euro. Der Gewinn vor Steuern legte mit 21 Prozent weniger stark auf rund 17 Mill. Euro zu. Dies verdeutlicht den Margendruck in einem stark wachsenden Markt. Die Tochter des GE-Konzerns hat in den letzten fünf Jahren den Umsatz auf 13,4 Mrd. Euro fast verdreifacht.

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