Factoring
Forderungskauf gewinnt an Bedeutung

Factoring gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Der Umsatz der Branche ist im ersten Halbjahr um rund ein Viertel gewachsen. Der Deutsche Factoring Verband befürchtet nun allerdings Nachteile durch die Steuerreform.

bas FRANKURT. Im ersten Halbjahr legte das Geschäft mit dem Ankauf von Lieferforderungen um knapp 25 Prozent auf knapp 41 Mrd. Euro zu. Darin erfasst sind die Forderungen der 22 führenden Factoring-Unternehmen, die im Deutschen Factoring Verband vertreten sind. Besonders dynamisch wächst das Factoring im Exportgeschäft, das mittlerweile ein gutes Viertel des Gesamtvolumens ausmacht.

Nach Angaben des Factoring-Verbands nutzen mittlerweile 4 400 Unternehmen in Deutschland den Verkauf ihrer Forderungen, knapp 14 Prozent mehr als vor einem halben Jahr. Dies verdeutliche den Trend, dass Factoring als Finanzierungsinstrument bekannter und beliebter werde, kommentierte der Vorstandssprecher des Verbands, Joachim Secker. 2006 war die Branche mit knapp 31 Prozent noch stärker gewachsen und kam im Gesamtjahr auf ein Factoringvolumen von 72 Mrd. Euro.

Für das laufende Jahr sieht der Verband "gute Geschäftsaussichten", blickt aber auf das kommende Jahr mit etwas Verunsicherung. Die Factoringanbieter befürchten Nachteile durch die Unternehmensteuerreform. Dabei geht es um die Zinsschranke, bei der die Anbieter darauf hoffen, Zinsaufwendungen gegen Zinserträge gegenrechnen zu dürfen. Die vom Finanzministerium vorgeschlagenen Aufsichtspflichten als Gegenzug zu einer Befreiung der Refinanzierungsaufwendungen von der Gewerbesteuer lehnt der Verband ab. Kleinere und mittlere Factoring-Anbieter würden dadurch in ihrer Existenz bedroht.

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