Familienbetriebe
Kapital wird schwieriger zu beschaffen

Die Krise zwingt die Unternehmen zu neuen Finanzierungswegen. Traditionelle Quellen versiegen oder Rahmenbedingungen werden verschärft. Die Unternehmen müssen sich für neue Partner öffnen, rät Christoph Achenbach, Partner der Intes Beratung für Familienunternehmen in Bonn.
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Die Finanzkrise sorgt für einen Strukturwandel in der deutschen Wirtschaft. Dieser Prozess wird insbesondere beim Finanzierungsverhalten von Unternehmen sichtbar werden. Nahezu alle Unternehmen sehen sich derzeit einem restriktiven Kreditverhalten und in Teilen stark gestiegenen Kapitalkosten konfrontiert.

Kritisch ist die Situation vor allem für Unternehmen mit hohen Verbindlichkeiten. Je kurzfristiger die (Re-)Finanzierungsstruktur ist und je näher die Endfälligkeit liegt, desto höher ist der Druck. Zugleich haben viele Banken und Kapitalgeber begonnen, auch mit operativ soliden Unternehmen die Rahmenbedingungen für Finanzierungen neu zu verhandeln. Kurz gesagt: Die Zeiten, in denen sich Unternehmen reichlich und kostengünstig mit Kapital versorgen konnten, sind vorbei.

Kapitalbeschaffung ist zentrales Zukunftsthema

Was bedeutet dies für die deutschen Familienunternehmen? Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Intes zur Finanzierung und den Beteiligungen von Familienunternehmen lässt eindeutig erkennen, dass die Kapitalbeschaffung für diese Gruppe ein zentrales Zukunftsthema ist, auch wenn derzeit viele Firmen im Grundsatz mit ihrer Finanzierung zufrieden sind.

Aktuell beurteilen knapp 70 Prozent der Befragten ihre Finanzierungssituation als „sehr gut“ oder „gut“. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass bei der Konzeption der Finanzierungsmodelle und der Umsetzung im Gegensatz zu früheren Zeiten zunehmend mehrere Partner mit einbezogen werden. Ein Grund hierfür ist die restriktivere Kreditvergabe der Hausbanken.

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