Familienkonzerne
Freudenberg setzt auf Manager aus dem Ausland

Die Unternehmensgruppe Freudenberg will im Top-Management verstärkt auf Ausländer setzen. Der Mischkonzern denkt neben der geplanten Berufung des Iraners Mohsen Sohi auch über eine Führungskraft aus Fernost nach.
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WeinheimWeinheim ist ein beschauliches Fleckchen. Das Klima an der Bergstraße gut 15 Kilometer nördlich von Heidelberg ist mild, Wein wird hier angebaut und Mandeln. Zwei Burgruinen wachen über die gut 40 000 Einwohner - und über ein Unternehmen, das eigentlich nicht so wirklich in diese kleine Welt in der rheinischen Tiefebene passen will: Freudenberg.

Denn die Provinzialität des Stammsitzes der 1849 gegründeten Familiengesellschaft täuscht. Der Mischkonzern, der mit 34000 Menschen einen Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, ist eines der internationalsten Unternehmen Deutschlands.

So ist bereits beschlossen, dass im Sommer der Freudenberg-Manager Mohsen Sohi an die Spitze der Unternehmensgruppe rückt, ein Iraner mit amerikanischem Pass.

Der amtierende Unternehmenschef Peter Bettermann denkt schon weiter. "Ich bin mir sehr sicher, dass wir in fünf bis sieben Jahren auch ein Mitglied in der Geschäftsleitung haben werden, das in Südost-Asien aufgewachsen ist", sagte Bettermann dem Handelsblatt.

Freudenberg setzt damit wie kaum ein anderes großes deutsches Unternehmen auf Management-Talente aus dem Ausland. Ausgerechnet der öffentlich wenig oder kaum beachtete Mischkonzern wird so zu einem Vorreiter bei der Berufung von Ausländern in die Chefetage.

Für Bettermann ist das eine logische Konsequenz. "Wir sind für unsere Größenverhältnisse immer schon ein sehr internationales Unternehmen gewesen", betont der Freudenberg-Chef. "Schon ich wurde deshalb vor 17 Jahren an die Spitze von Freudenberg geholt, weil die Gesellschafter der Überzeugung waren, dass hier jemand in die Verantwortung muss, der große internationale Erfahrung besitzt."

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