Familienunternehmen
Familie im Rampenlicht

Wer als Familienunternehmen an seiner Marke arbeitet, sollte vor allem authentisch bleiben, empfiehlt der Organisationspsychologe Peter Kruse. Darüber hinaus sollte der Geschäftsführer selbst über das zu transportierende Image entscheiden – Unternehmen werben mit den Gesichtern ihrer Familie.

DÜSSELDORF. Wie fruchtbar ein solches Vorgehen sein kann, zeigt das Beispiel des Hemdenherstellers Seidensticker. Vor einem Jahr entschloss sich die Familie dazu, in der Fachpresse nicht nur mit dem eigenen Namen, sondern auch mit den Gesichtern der Familie zu werben. Oliver Seidensticker, Mitinhaber und geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe, zieht nun Bilanz: „Die Fachhandelskampagne hat eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt er. Statt wie früher im Hintergrund zu wirken, zeigte sich die Familie mit der Kampagne ihren Geschäftspartnern und präsentierte so „die Werte, die sie interessieren: Beständigkeit und persönliches Engagement“.

Dennoch will Seidensticker nicht so weit gehen und auch bei der Endverbraucherkampagne die Gesichter der Familie aus drei Generationen zu präsentieren. Er ist davon überzeugt, dass die Kunden lieber Mode sehen mögen. „Das Konzept der Familienmotive hier fortzuführen scheint uns zu altbacken.“

Dass das Gesicht eines Traditionsunternehmens nicht immer altbacken sein muss, zeigt das Beispiel der niederländischen Schuhmanufaktur Van Bommel. Das 1734 gegründete Unternehmen beliefert auch das niederländische Königshaus. Und schickt seit einigen Jahren den Kreativchef Floris van Bommel ins Rampenlicht.

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