Familienunternehmen
Familienfoto vom Gipfel-Treffen

Mit Ausnahme des Kaisers von China hat beinahe alles, was Rang und Namen hat, den Petersberg hoch über Bonn besucht. Leonid Breschnew, der KPdSU-Generalsekretär, hat hier ja bekanntlich im Jahr 1973 sein deutsches Gastgeschenk, einen funkelnagelneuen Mercedes, in einer der Haarnadelkurven zu Schrott gefahren. Dennoch, ein Event wie vor vier Tagen hat es 260 Meter über dem Rhein wohl noch nicht gegeben.

BONN. Rund 250 Familienunternehmer - samt Gattin, Kindern, Fremdgeschäftsführern oder Sprechern - versammelten sich am Rande der Jubiläumsfeiern des Unternehmerverbands ASU zu einer auch optisch eindrucksvollen Demonstration. Manche waren dazu ziemlich weit gefahren wie Georg und Sonja Hefter vom gleichnamigen Maschinenbauer aus Prien am Chiemsee. Andere hatten fast ein Heimspiel wie der Printen- und Schokoladenfabrikant Hermann Bühlbecker aus Aachen. Der offizielle Anlass des Auftriebs bei strahlendem Sonnenschein: Die feierliche Enthüllung des "Lexikons der deutschen Familienunternehmen" vom Verlag Deutsche Standards.

Inoffiziell ging es natürlich auch darum, im Kreise der Gleichgesinnten zu beweisen, wie lebendig das Modell Familienunternehmen gerade in Zeiten der Krise ist. Eine "Revolution in der Betriebswirtschaft" mahnte Florian Langenscheidt, Mitherausgeber des Lexikons, in seiner Rede vor den Unternehmern an. Zu lange habe sich die Betriebswirtschaft am Leitbild der Publikumsgesellschaft orientiert, was nottue, sei die Anerkennung der "Inhaberperspektive".

Von oben sahen die Inhaber auf dem Petersberg ziemlich eindrucksvoll aus. In der Rotunde des Bundes-gästehauses musste Starfotograf André Rival auf eine Leiter kraxeln, um die Riesengesellschaft überhaupt ins Gruppenfoto zu bringen. Während aus den Lautsprechern "Don't worry, be happy" dudelte, übernahm der Fotokünstler die Regie und dirigierte die Unternehmer so, wie sie es sonst nur selbst zu tun gewohnt sind.

Offiziell hätte von jedem Familienunternehmen nur ein Vertreter aufs Bild gedurft. Doch die Dorma GmbH & Co. KG aus Ennepetal, als Weltmarktführer für Türschließanlagen einer der vielen heimlichen Champions auf dem Berg und im Lexikon, schaffte es, sogar zu viert vertreten zu sein: Dorma-Inhaber Karl-Rudolf Mankel, seine Töchter Christine und Stephanie sowie der CEO Michael Schädlich. Dann machte es klick, das Ergebnis der bildkünstlerischen Bemühungen von André Rival ist hier im Handelsblatt zu bewundern.

Das neue Lexikon der Familienunternehmen selbst listet rund 1 000 Unternehmen auf und bringt es auf 1 000 Seiten: Von A wie Abus - dem Hersteller von Sicherheitssystemen bis Z wie Zwiesel Kristallglas stellt es ausgewählte Unternehmen vor, die Rang und Namen haben und bei denen die Familie oder mehrere Familienstämme beherrschenden oder bestimmenden Einfluss auf die Firma haben.

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