Familienunternehmen
Mittelstand fordert mehr Entlastung von Bürokratie

Ein neues Gesetz sollte die Unternehmen von Bürokratie entlasten. Für Familienunternehmer ist dies jedoch bislang eine Enttäuschung. Dies ergab eine Umfrage für das Handelsblatt.
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BerlinDen deutschen Familienunternehmern geht das Bürokratieentlastungsgesetz nicht weit genug. Bei einer Umfrage des Verbands Die Familienunternehmer für das Handelsblatt (Donnerstagsausgabe) sagten 93 Prozent der befragten 595 Mitgliedsunternehmen, dass sie das Gesetz für nicht ausreichend halten.

„Die Entlastung der Wirtschaft durch das Gesetz beträgt 744 Millionen Euro pro Jahr. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, dass das Mindestlohngesetz die Unternehmen über neun Milliarden Euro pro Jahr an Bürokratie kostet“, sagte Lutz Goebel, Chef des Familienunternehmerverbandes, dem Handelsblatt.

38 Prozent der Befragten fordern, dass Unternehmensgründer von allen Berichtspflichten für die ersten drei Jahre befreit werden. „Gerade einmal für acht von 11 000 Informationspflichten sieht das Gesetz Befreiungsmöglichkeiten für Gründer vor. Hier ist noch viel Luft nach oben“, so Goebel.

Außerdem wünschen sich mehr als die Hälfte der Familienunternehmen, dass es qualifizierten Zuwanderern leichter gemacht wird, in Deutschland zu arbeiten. Das von Union und SPD als „Bürokratiebremse“ angekündigte Gesetz, mit dem der Mittelstand entlastet werden soll, wird am Donnerstag im Bundestag verabschiedet.

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Familienunternehmen: Mittelstand fordert mehr Entlastung von Bürokratie"

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  • Es ist nicht nur die Bürokratie, die den deutschen Mittelstand Schritt für Schritt immer kleiner werden lässt, sondern vor allen auch diese grün-sozialistische Energiewende mit ihren marktfeindlichen EEG. Die Energiewende sorgt dafür, dass der Strom in Deutschland immer teuerer wird und in Zukunft auch immer mangelhafter zur Verfügung stehen wird. Für ein Hochttechnologieland, wie es Deutschland sein muss, wenn es seinen Wohlstand halten will, sind Stromausfälle im Sekundenbereich mit der Zeit einfach nicht mehr tragbar. Eine mangelhafte und teurer Stromversorgung ist nicht nur für die Wirtschaft in Deutschland schädlich, sondern auch für die Verbraucher eine große finanzelle und psychische Belastung.
    Schafft endlich diese Gesellschaftsvernichtende und perfide Energiewende/EEG ab. Danke!

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