Würth: Der Schraubenhändler wird digitaler

Würth
Der Schraubenhändler wird digitaler

Würth will weiter expandieren: Der Werkzeug-Handelskonzern treibt den Ausbau seines Geschäfts digital und stationär voran. Das Unternehmen glänzte zuletzt mit starken Geschäftszahlen.
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Schwäbisch HallDer Werkzeug-Handelskonzern Würth sieht sich beim Ausbau seines Online-Vertriebs auf Kurs. „Der elektronische Umsatz wächst deutlich überdurchschnittlich“, sagte Würth-Chef Robert Friedmann am Dienstag in Schwäbisch Hall. Die sogenannten E-Business-Erlöse seien 2016 um 18,3 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der Gesamtumsatz kletterte um 7,1 Prozent.

Würth setzt bisher neben Filialen vor allem auf Außendienstler, die Handwerker und Firmen beraten und beliefern. Mit Online-Shops, Apps und anderer Technik will der Konzern dieses klassische Vertriebsmodell verändern.

Zugleich setzt Würth auf den Ausbau des stationären Verkaufsnetzes. Waren es in Deutschland im vergangenen Jahr noch gut 400 Niederlassungen, sollen es am Ende dieses Jahrzehnts 600 und auf lange Sicht 1000 sein. Der Online-Vertrieb und die Digitalisierung von Lagerbeständen wird im eher konservativ geprägten Markt für Befestigungsbedarf von Handwerkern, Baufirmen und anderen Unternehmen wichtiger. Auch Würth-Konkurrenten setzen auf Digitalisierung.

Unternehmenschef Friedmann legte zudem positive Geschäftszahlen vor. Die Umsätze stiegen von Januar bis April 2017 um 7,5 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis legte um 13,8 Prozent auf 205 Millionen Euro zu. Mit Sorge sieht Friedmann höhere Preise für Rohstoffe wie Stahl, Kupfer und Nickel. Es sei schwierig, entsprechend höhere Preise beim Kunden durchzusetzen. Das Unternehmen hat weltweit etwa 72.000 Mitarbeiter, davon 22.000 in Deutschland.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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