Fast jeder zehnte mittelständische Betrieb nutzt Asset Backed Securities
Unternehmer bringen ihre Forderungen an den Finanzmarkt

Asset Backed Securities (ABS), mit Forderungen besicherte Wertpapiere, rücken verstärkt als Finanzierungsform für Mittelständler in den Fokus. Mit Blick auf die neuen Eigenkapitalregeln für Banken (Basel II) können sich laut einer Studie rund 20 Prozent der mittelständischen Unternehmen vorstellen, ABS einzuführen. Etwa zwölf Prozent nutzen ABS bereits als Finanzierungsmöglichkeit. Dies haben die IKB Deutsche Industriebank AG, die Allgemeine Kreditversicherung Coface AG und das Magazin „Finance" bei einer Befragung von rund 100 Mittelständlern herausgefunden.

DÜSSELDORF. Bei ABS emittieren Finanzinstitute über Zweckgesellschaften Wertpapiere, die durch die unternehmerischen Forderungen besichert sind. Damit erreichen sie unter Umständen eine höhere Bonität als die des jeweiligen Mittelständlers. Die Bonitätssteigerung ergibt sich dadurch, dass gleichartige Forderungen zusammengefasst werden. Außerdem nehmen die Finanzinstitute einen Risikoabschlag vor, indem sie einen geringeren Betrag als den der Forderungen verbriefen. Zusätzlich bieten Kreditversicherungen den Wertpapierkäufern eine erhöhte Sicherheit. Die Investoren am Kapitalmarkt honorieren das, indem sie geringere Zinsen verlangen.

Laut der Studie handelt es sich bei ABS-Nutzern meist um Unternehmen mit Jahresumsätzen von mehr als 500 Mill. Euro. Diese Firmen weisen regelmäßig ausreichend hohe Forderungsbestände aus. Damit sich die ABS-Finanzierung lohne, sei ein Durchschnittsvolumen von 15 bis 20 Mill. Euro Voraussetzung, sagt Dirk Röthig, Leiter der IKB-Treasuryabteilung.

Künftig will die IKB die Forderungsbestände mehrerer kleiner Unternehmen zusammenfassen. Bei einem Jahresumsatz von rund 100 Mill. Euro bedeute das im Schnitt ein Forderungsvolumen von drei bis fünf Mill. Euro, so Röthig.

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