Finanzierung
Miet-Verträge liegen weiter im Trend

Abgenutzte Produktionsmaschinen, veraltete IT-Anlagen, Sprit fressende Dienstwagen - viele Investitionen lassen sich nicht auf die Zeit nach der Finanzkrise verschieben. Auf der Suche nach der richtigen Finanzierung setzen viele Unternehmer in der Krise auf Leasing.

KÖLN. „In schwierigen Zeiten gelten andere Regeln als im Wachstum“, betont Helmut Fries, Geschäftsführer der Commerz-Real Mobilienleasing GmbH. „Die Liquidität ist jetzt erst mal wichtiger als die Rentabilität der Anlage.“

Um Eigenkapitalquote und Liquidität zu schonen, hat sich in den vergangenen Jahren neben der Kreditfinanzierung für mittelständische Unternehmen vor allem das Leasing zur wichtigen Alternative entwickelt.

Waren gerade Mittelständler am Anfang noch skeptisch gegenüber der neuen Finanzierungsform, erkannten sie doch schnell die Vorteile des Leasing. Denn bei Leasinginvestitionen zahlen sie nicht den gesamten Kaufpreis, sondern feste, monatliche Leasingraten. Das schont die Liquidität, denn die geleaste Anlage erwirtschaftet ihre laufenden Finanzierungskosten schließlich bereits im Unternehmen.

Das Leasing müsste daher gerade jetzt seinen Durchbruch erleben, wo Banken sich mit der Kreditvergabe zurückhalten. Ganz so einfach ist die Sache aber nicht: „Es ist eine Illusion zu glauben, Leasinganbieter wären von den Schwankungen an den Finanzmärkten nicht betroffen“, warnt Bernd Papenstein, Experte für strategische Finanzierungen bei der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers (PWC) in Düsseldorf.

Leasingunternehmen müssen ihre Miet-Verträge am Finanzmarkt refinanzieren und leiden deshalb genauso wie ihre Kunden unter der zögerlichen Kreditvergabe der Banken. Außerdem bekommen sie für Leasing-Rückläufer nach Ablauf des Mietvertrags auf dem Gebrauchtmarkt immer weniger Geld. Diese Erosion bei den Restwerten dürfte die Leasingraten zusätzlich nach oben treiben.

Dennoch erwarten Experten, dass Unternehmer jetzt verstärkt auf Leasing setzen dürften. „Sie sollten sich aber genau anschauen, mit welchem Finanzierungspartner sie sich für die nächsten Jahre zusammentun“, rät Commerz-Real-Experte Fries. „Einige Anbieter werden die Krise vielleicht nicht bewältigen – bei einem Anlagenleasing, das ja oft bis zu fünfzehn Jahre läuft, müssen Unternehmen das bei der Wahl der Leasinggesellschaft im Hinterkopf haben.“

Doch wie können Mittelständler erkennen, welche Anbieter auch noch in einigen Jahren verlässliche Finanzierungspartner sein werden, und welche von der Pleite bedroht sind?

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