Finanzierung
Sachlich und emotionsfrei

Ein Unternehmer, der offene Forderungen im Verzug besitzt, kann ein Inkassounternehmen einschalten. Dessen Mitarbeiter sind ausgewählte Spezialisten für den Forderungseinzug und den Umgang mit Schuldnern. Sie wissen damit umzugehen, dass der Schuldner gleichzeitig auch Kunde ist.

Forderungen zählen zum Umlaufvermögen und müssen, falls sie ganz oder teilweise nicht einzubringen sind, möglicherweise abgewertet werden. Die Bilanzposition "offene Posten" muss so genau wie möglich dem tatsächlich zu erwartenden Geldeingang entsprechen. Wie hoch die Chancen der Realisierung der offenen Rechnungsbeträge aber sind, hängt nicht zuletzt vom weiteren Vorgehen gegen den Schuldner ab. Geht der Gläubiger davon aus, dass der Schuldner tatsächlich nicht leisten kann und wird, so muss er die Forderung ausbuchen. Sieht er allerdings noch Chancen einer Realisierung, so bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Er kann sich im eigenen Hause, etwa über seine Debitorenbuchhaltung oder über die Rechtsabteilung, um den Einzug der Forderung kümmern. Will er nicht eigenes Personal mit diesen Aufgaben betrauen, so wird er einen Rechtsanwalt oder ein Inkassounternehmen beauftragen.

Das Stichwort für die Abgabe der Forderung an ein Inkassounternehmen lautet Outsourcing. Outsourcing ist die Ausgliederung einer betrieblichen Aufgabe oder Funktion auf ein anderes Unternehmen. So wird das Marketing einer Werbeagentur übertragen, der Transport fertig gestellter Ware von einer Spedition ausgeführt oder die Entwicklung neuer Produkte von einer Forschungsstelle einer Hochschule betrieben. Der Grund für das Outsourcing liegt auf der Hand: Die ausgegliederte Leistung wird den Experten überlassen, Fortschritte und Entwicklungen sind besser zu überprüfen und die Kosten sind leichter zu kontrollieren und im Rahmen zu halten. Diese Gründe sprechen auch für die Einschaltung eines Inkassounternehmens, wenn Forderungen beigetrieben werden.

Die Mitarbeiter von Inkassounternehmen sind ausgewählte Spezialisten für den Forderungseinzug und den Umgang mit Schuldnern. Sie wissen damit umzugehen, dass der Schuldner gleichzeitig auch Kunde ist. Es gilt also, eine sachliche und emotionsfreie Bearbeitung der Fälle in die Wege zu leiten, welche die Vertragsbeziehungen grundsätzlich nicht gefährdet. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen - die besonders von Forderungsverlusten betroffen sind - gilt der Mahnbereich als eine heikle und schwierige Aufgabe. Für kleine Unternehmen heißt es immer, sich mit geringen Kapazitäten auf das eigentliche Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Schwierigkeiten im Umgang mit Schuldnern rühren einerseits aus der sehr komplexen und sich ständig verändernden juristischen Materie her; zum anderen aus dem psychologischen Spannungsfeld zwischen Schuldner und Gläubiger. All dies sorgt dafür, dass Forderungen im eigenen Haus oft nur schleppend bearbeitet werden.

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