Finanzierung
So fördern die Länder

Auch Bundesländer versuchen, durch Förderprogramme und Bürgschaften mittelständischen Betrieben bei der Finanzierung von Investitionen zu helfen. Wir zeigen, wie Sie an das Geld kommen.

So übernimmt beispielsweise das Land Nordrhein-Westfalen Bürgschaften für Unternehmen, die keinen ausreichenden Zugriff zum Kapitalmarkt haben oder keine ausreichenden Kreditsicherheiten stellen können. Die Bürgschaften können beispielsweise bei Neuinvestitionen oder zur Beschaffung von Betriebsmitteln übernommen werden. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist beim jeweiligen Vorhaben dabei von besonderem Gewicht. Die Bürgschaftshöchstgrenze wird im Einzelfall festgelegt.

Ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen, von der Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW (KBG), wird Beteiligungskapital für Existenzgründer sowie für kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellt. Damit sollen neben Rationalisierungen auch Anpassungen an den Strukturwandel erleichtert werden. Die KBG beteiligt sich als stiller Gesellschafter an Unternehmen, deren voraussichtliche Entwicklung eine angemessene Rendite erwarten lässt. Antragsberechtigt sind Existenzgründer und Unternehmer mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Die Höchstgrenze der stillen Beteiligung beträgt eine Million Euro bei einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren.

Das Land Sachsen unterstützt ebenfalls Betriebe und stellt kleinen und mittleren Unternehmen ein Darlehensprogramm zur Liquiditätshilfe bereit. Das Programm soll helfen, Liquiditäts- und Rentabilitätsprobleme zu lösen. Voraussetzung zur Gewährung dieses Darlehens ist die Wettbewerbsfähigkeit des Antragstellers. Darüber hinaus muss die Gesamtfinanzierung weitgehend von der Hausbank oder durch Gesellschafter geleistet werden. Die Laufzeit des Darlehens beträgt acht Jahre, die Höchstgrenze liegt bei 2,5 Millionen Euro.

Ein weiteres Liquiditätshilfeprogramm können Investoren auch in Baden-Württemberg beantragen. Zu den Förderschwerpunkten des Programms gehören Betriebsmittelfinanzierungen, Umschuldungen aus dem Kontokorrent-Kredit, kurz- und mittelfristige Investitionen, Betriebsübernahmen und Konsolidierungsmaßnahmen. Die Laufzeitvarianten der Darlehen liegen zwischen vier und zwölf Jahren. Je nach Förderschwerpunkt lässt sich die jeweilige Darlehenslaufzeit flexibel an den Einzelfall in Verbindung mit bis zu zwei tilgungsfreien Anlaufjahren anpassen. Darlehenshöchstbeträge sind mit Ausnahme der Kontokorrentumschuldungen von hier bis zu 750.000 Euro nicht ausdrücklich vorgesehen. Wenn bankübliche Kreditsicherheiten nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, ist darüber hinaus eine teilweise Risikoübernahme möglich, beispielsweise durch eine Bürgschaftsbank.

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