Finanzierungsprobleme
Mezzanine hilft der nächsten Generation

Gerade die Eigenkapitalschwäche der Unternehmen ist häufig eine Ursache der Finanzierungsprobleme beim Generationenwechsel. Umso überraschender ist es, dass vergleichsweise selten externes Beteiligungskapital in Anspruch genommen wird.

KARLSRUHE. Meist wird Beteiligungskapital im familiären Umfeld oder innerhalb des Unternehmens durch Mitarbeiterbeteiligung akquiriert. Kapitalbeteiligungsgesellschaften werden nur selten als Finanzierungspartner einbezogen.

Warum ist das so? Manche Unternehmer fürchten, dass sich der Kapitalgeber ins Tagesgeschäft einmischt. Dabei sind diese Befürchtungen bei mezzaninen Finanzierungsinstrumenten wie etwa Nachrangdarlehen nicht gerechtfertigt. Hinzu kommen die konditionellen Nachteile von Beteiligungskapital gegenüber Kreditangeboten. Doch der reine Vergleich der Konditionen hinkt. Denn eine bessere Eigenkapitalquote erhöht die Krisenfestigkeit des Unternehmens und verbessert die Aussicht auf ein gutes Bankenrating, was wiederum Spielräume zur Senkung der Kreditkosten eröffnet. Auf diese Weise kann sich die auf den ersten Blick entstehende Mehrbelastung teilweise wieder ausgleichen.

In den letzten Jahren etablieren sich zwischen „klassischen“ Kredit- und Beteiligungsangeboten zunehmend mezzanine Angebote. Diese Mischformen zwischen Eigen- und Fremdkapital können sehr individuell gestaltet werden. Kleinere Finanzierungsvolumina werden häufig über stille Beteiligungen der mittelständischen Beteiligungsgesellschaften abgedeckt. Jenseits eines Finanzierungsvolumens von fünf Mill. Euro wird der Markt von kommerziellen Anbietern ausreichend bedient. Für dazwischen liegende Volumina gibt es bundesweit mehrere Angebote von Förderinstitutionen.

Christian Brand ist Vorsitzender des Vorstands der L-Bank.

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