Finanzspritze
Einkaufsverbund gibt Kredit

Es gibt zwar keine Kreditklemme, trotzdem ist es für kleine und mittlere Unternehmen heute schwierig, neue Darlehen zu akzeptablen Konditionen zu erhalten. Besonders der Einzelhandel für Unterhaltungselektronik sei davon betroffen. Res Handelsverbunde Electronic Partner (EP) hat dafür eine ganze eigene Lösung gefunden.

FRANKFURT. Dabei spielen auch die Bonitätsrisiken der einzelnen Branchen eine Rolle, Baufirmen und einige Dienstleister wie zum Beispiel Sonnenstudios werden von den Firmenkundenberatern der Banken kritisch unter die Lupe genommen.

Besonders prekär sei die Lage für den Einzelhandel mit Unterhaltungselektronik, beklagt Oliver Haubrich, Geschäftsführer des Handelsverbundes Electronic Partner (EP). „Unsere Branche wird von den Kreditinstituten teilweise schlechtmöglichst eingestuft, das verringert die Chancen für Händler von Verbraucherelektronik auf einen Kredit.“ Auch wenn im Normalfall nur die Bonität des Antragstellers zähle, neigten vor allem regionale Banken dazu, Branchenrisiken vorschnell überzubewerten, bestätigt Jürgen Hasler, Geschäftsführer beim Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA).

Dem begegnet EP mit einer hauseigenen Lösung: Das Unternehmen hat von der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) die Erlaubnis bekommen, seinen Verbundsmitgliedern zu einem bestimmten Zweck aus eigenen Mitteln Kredite zu geben. Eine solche so genannte Freistellung kann eine Gesellschaft erhalten, wenn das Geschäft mit Krediten und Garantien nicht im Vordergrund steht. „Diverse Einkaufsgenossenschaften verfügen über eine solche Freistellung“, erklärt eine BaFin-Sprecherin.

EP vergibt sowohl Waren- als auch Finanzdarlehen, beispielsweise um die Ladenfläche zu erweitern oder um in einer schwierigen Lage wieder auf die Beine zu kommen. Bei rund 200 Mill. Euro lag das Finanzierungsvolumen des Verbunds Ende 2005 in Europa.

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