Firmenkundengeschäft
Telekom: Den Mittelstand im Blick

Die Deutsche Telekom will das Firmenkundengeschäft neuordnen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den mittelständischen Kunden, denen ein kombiniertes Festnetz- und Mobilfunkangebot angeboten werden soll.

HB BONN. Die Deutsche Telekom will mit einer Neuordnung ihres Firmenkundengeschäfts Marktanteile gewinnen. Neue Produkte, aggressivere Preise und ein besserer Service sollen den Umsatz mit dem Mittelstand steigern, wie Telekom-Festnetzchef Timotheus Höttges am Freitag ankündigte.

Gleichzeitig sollen die Kosten sinken, indem etwa die Vielzahl an Lieferanten und Produkten insgesamt zurückgeschraubt wird. Höttges erhofft sich von dem Umbau bereits in diesem Jahr eine Ergebnisverbesserung in dem margenschwachen Segment.

Im Rahmen der Neuordnung soll sich die Telekommunikations- und IT-Sparte T-Systems neben Projekten der öffentlichen Hand künftig auf 400 Großkunden wie Volkswagen konzentrieren. Diesen sollen individuelle Telekommunikations- und IT-Lösungen (ICT) angeboten werden. In diesem Zusammenhang sollen 6 300 Mitarbeiter von T-Systems in den Verantwortungsbereich von Höttges wechseln.

Die 160 000 mittelständischen Firmenkunden der Telekom werden künftig von der Festnetzsparte und von der Mobilfunktochter T-Mobile betreut. Zwei der zwölf Milliarden Euro Umsatz von T-Systems wandern mit. Der Markt für Mittelstandskunden ist hart umkämpft. Als größten Konkurrenten sieht die Telekom derzeit Vodafone an.

Höttges begründete die neue Ausrichtung mit den unterschiedlichen Anforderungen der Kunden an die Telekom. So fragten Mittelstandskunden nicht wie die Großen komplette Lösungen nach, wie die Telekom dies 2005 bei Änderung der Struktur angenommen hatte. "Wir haben nun als Management eine Rolle rückwärts gemacht", räumte Höttges ein. Mit klassischen Telekommunikationsprodukten werde im Mittelstand 97 Prozent des Umsatzes gemacht.

Den Kunden will die Telekom nun kombinierte Festnetz- und Mobilfunkangebote für Sprache und Daten nach einem Baukastenprinzip anbieten - erste soll es zur Branchenmesse Cebit geben. "Wir werden preislich Akzente setzen", kündigte Höttges an. Auch der Service solle integriert und verbessert und die Kundenbetreuung vor Ort ausgebaut werden.

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