Firmenwagen
Damit Leasing nicht zur Kostenfalle wird

Leasing kann sich für viele Mittelstädler bei der Finanzierung der Firmenfahrzeuge lohnen. Doch Unternehmen sollten bei Vertragsabschluss die Standards genau festlegen und vor allem die Schadenshaftung genau klären. Sonst kann Leasing schnell teuer werden.

NEUSS. Bei der Finanzierung ihrer Firmenfahrzeuge setzen immer mehr Mittelständler auf Leasing. Doch wenn es um die Wahl eines geeigneten Leasingpartners geht, ist das Angebot mit der kleinsten monatlichen Rate noch lange nicht das beste. Wer sich von scheinbar besonders günstigen Konditionen locken lässt, läuft Gefahr, am Ende der Vertragslaufzeit vor versteckten Kosten zu stehen, die scheinbar aus dem Nichts auftauchen und empfindliche Löcher in die Unternehmenskasse reißen können.

Damit der Vertrag nicht zur unkalkulierbaren Kostenfalle wird, sollten Unternehmen von Anfang an auf eine realistische Gesamtkostenkalkulation setzen und Wert auf maximale Transparenz ihres Leasingpartners legen. So sollten beide Parteien schon zu Beginn des Vertrages festlegen, welche Schäden bei der Fahrzeugrückgabe in welcher Form zu Buche schlagen.

Empfehlenswert ist dabei eine grundsätzliche Unterscheidung zwischen laufleistungsanalogen und nicht-laufleistungsanalogen Schäden. Bei laufleistungsanalogen Schäden handelt es sich um Kratzer oder kleine Beulen, die aufgrund der Kilometerleistung und des Fahrzeugalters als unvermeidlich anzusehen sind. Da derartige Schäden beim Wiederverkauf vom Käufer akzeptiert werden, werden sie in der Regel nicht wieder in Stand gesetzt und schlagen für den Leasingnehmer auch nicht zu Buche.

Aber auch solche Schäden, die, sofern sie nicht die Betriebssicherheit gefährden, über den normalen Verschleiß des Fahrzeuges hinausgehen, werden bei einer guten Leasinggesellschaft lediglich anteilig zum Alter des Fahrzeuges berechnet. Doch gerade wenn es um eine faire Fahrzeugbewertung geht, tun sich viele Unternehmen schwer, einen geeigneten Leasingpartner zu finden. Hilfreich bei der Auswahl können feste Standards oder Bewertungen von unabhängigen Stellen sein. Leasinggesellschaften, die besonderen Wert auf eine kundenfreundliche Schadensabwicklung bei der Fahrzeugrückgabe legen, können beispielsweise ein TÜV-Zertifikat "Faire Fahrzeugbewertung" vorweisen.

Doch nicht nur die Bewertung von Schäden kann für den Leasingnehmer am Ende der Laufzeit einen unangenehmen Beigeschmack hinterlassen. Für böse Überraschungen kann beispielsweise auch ein Restwertvertrag sorgen, bei dem der Leasingnehmer selbst das Weitervermarktungsrisiko für seine Fahrzeuge trägt. Lassen sich die Fahrzeuge zum Beispiel aufgrund von zwischenzeitlich geänderten Umweltbestimmungen nicht zum zuvor kalkulierten Restwert verkaufen, trägt der Kunde allein den finanziellen Schaden.

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