Förderinstitut setzt Schwerpunkte
NRW-Bank fördert Gründer

Die Düsseldorfer NRW-Bank, die zu den größten Förderinstituten in Europa zählt, sieht in der Finanzierung des Mittelstands sowie junger Pionierunternehmer zwei Schwerpunkte für 2007. Neben der Fremdfinanzierung würden bei der Wirtschafts- und Existenzgründerförderung die Eigenkapitalangebote immer wichtiger.

FRANKFURT. „Im nächsten Jahr steht die Wirtschafts- und Existenzgründerförderung im Fokus“, sagt Vorstandsvorsitzender Ulrich Schröder im Gespräch mit dem Handelsblatt. Neben der Fremdfinanzierung würden dabei die Eigenkapitalangebote immer wichtiger. Dazu zählten der Mittelstandsfonds für etablierte Firmen mit 75 Mill. Euro, der Venture-Fonds für Zweit- und Drittrundenfinanzierungen junger Firmen und der Seed-Fonds für echte Gründer im High-Tech-Bereich, erläutert Schröder. Die NRW-Bank tritt dabei aber nicht alleine auf, sondern immer nur als Co-Investor mit anderen Partnern.

In der Praxis ist die Förderbank dann gefragt, wenn eine Hausbank beispielsweise einen Kredit über 20 Mill. Euro bewilligt hat, dann aber nicht auch noch ins Eigenkapital gehen will. Um das „doppelte Risiko“ für die Hausbank auf der Eigen- und Fremdkapitalseite zu vermeiden, bietet die NRW-Bank angepasste Eigenkapitallösungen an - wie etwa bei der Westfalia Kunststoffe GmbH & Co KG, wo die Unternehmensnachfolge geregelt wurde.

Die Förderbank ging im August 2002 aus der Aufspaltung der Westdeutschen Landesbank Girozentrale hervor. Damals entstanden die West LB AG, die weiterhin das Wettbewerbsgeschäft führt, und die Landesbank NRW – das Vorläuferinstitut der NRW-Bank – die die in öffentlichem Auftrag geführten Bereiche der Wirtschafts- und Strukturförderung übernahm.

Neben der Förderung des Mittelstands und der Stärkung der Eigenkapitaldecke kleiner Unternehmen sind alle Förderbanken bemüht, die Gründerkultur in Deutschland anzuschieben. Erst vor wenigen Tagen hatte die staatliche KfW konstatiert, dass die Zahl der innovativen Firmengründungen größer sein könnte. Insgesamt belegt Deutschland hier nur einen Mittelfeldplatz.

„Seed ist der Bereich, den wir in der Öffentlichkeit im nächsten Jahr besonders vorantreiben“, sagt NRW-Bank-Vorstandschef Schröder. Das Konzept sehe sechs regionale Fonds in Nordrhein-Westfalen vor. Dabei gebe die Förderbank jeweils vier bis fünf Mill. Euro oder bis zu maximal 50 Prozent der Gesamtsumme. Partner seien regionale Investoren, die den gleichen Betrag beisteuerten. Gemanagt werde der Fonds dann von einer regionalen Venture-Capital-Gesellschaft. „Hier sehen wir eine echte Marktlücke und eine große Nachfrage“, so Schröder. Wichtig sei die hohe Korrelation zwischen neuen Jobs und jungen Unternehmen. Aus jedem Regionalfonds könnten mindestens 20 Gründer finanziert werden. Insgesamt wolle man so rund 200 Technologieunternehmen in NRW helfen.

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