Förderprogramme
Hochschulen helfen Gründern

Eine gute Geschäftsidee ist oft wie ein zartes Pflänzchen: Um sie aufzuziehen und am Leben zu erhalten, muss sie geschützt und gewässert werden. Vielerorts wird kritisiert, dass Hochschulen viel zu wenig für Gründer tun. Wie diese von der Wissenschaft besser unterstützt werden können, zeigen zwei aktuelle Förderprogramme.

Dass Hochschulen viel zu wenig für Gründer tun, hat gerade der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bei der Hochschulrektorenkonferenz kritisiert. In der Studie Innovationsfaktor Kooperation hat der Stifterverband deutlich gemacht, dass der Schlüssel zur Verbesserung der Innovationsfähigkeit in einer engeren Zusammenarbeit von Unternehmen mit Hochschulen und Forschungsinstituten liegt.

Programme wie Exist zeigen, wie Gründer aus der Wissenschaft besser unterstützt werden können. Seit 1998 sorgt das Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums gemeinsam mit den Hochschulen dafür, dass junge Wissenschaftler und Studenten ihre Gründungsideen umsetzen können. Organisiert wird es vom Forschungszentrum Jülich in Berlin (www.exist.de). Exist III heißt das neue Programm. „Wir wollen die Kultur der Selbstständigkeit fördern und Studenten schon im Studium vermitteln, dass die Gründung eines eigenen Unternehmens eine Perspektive darstellt“, erklärt Liane Hryca vom Forschungszentrum.

In einer ersten Exist III-Runde, die seit Sommer 2006 läuft, werden bundesweit 17 Projekte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert. Sie nennen sich Gründerklinik oder Fit for Business. Eines davon ist das Förderprogramm „hep-plus“ in Hamburg. Dessen Vorläufer „hep“ (Hamburger Existenzgründungsprogramm) entstand bereits 1998, richtete sich aber nur an Hochschulabsolventen. Mit „hep-plus“ sollen jetzt auch schon Studenten gefördert werden. Michael Jeske, Dekan der Fakultät Technik und Informatik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), schwärmt davon, dass „hep“ eines der erfolgreichsten Programme Deutschlands sei. 50 neue Firmen mit insgesamt 300 Mitarbeitern habe es in den vergangenen neun Jahren generiert.

Die 28-jährigen Wirtschaftsingenieure Andreas Exler und Lars Frahm kamen vergangenen Sommer in den Genuss der Förderung. Ihre Geschäftsidee: Brandschutz mit Hilfe von Brennstoffzellen. Zwar gibt es die Brennstoffzelle seit 150 Jahren. Aber auf die Idee, diese Technologie zum Brandschutz einzusetzen, kam bisher niemand. Exler und Frahm sind nun die ersten und weltweit patentierten Anbieter, die Abluft aus der Brennstoffzelle nutzen, um Feuer schon im Keim zu ersticken. Diese Abluft ist nichts anderes als stickstoffreiche Luft.

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