Förderung durch Bund und Länder
Pragmatische und schnelle Konzepte

Kleine und mittlere Unternehmen haben keine Zeit für aufwendige Recherche nach den besten Methoden für ihre Unternehmensführung, ihre Finanzierung oder ihr Marketing.

In zunehmend turbulenten Märkten und bei wachsender Komplexität benötigen die Unternehmen externe Unterstützung. Doch viele können es sich nur mit der Hilfe der Beratungsförderung leisten, externes Expertenwissen ins Unternehmen zu holen. Das haben Bund und Länder erkannt und stellen finanzielle Mittel für die Förderung des Mittelstands bereit.

In allen Ländern gibt es Förderprogramme für die unterschiedlichsten Themen. Existenzgründung und -sicherung ist ein besonders großer Bereich, aber auch Strategie, Nachfolgerregelung, Marketing, Einführung neuer Technologien, Qualitäts- und Umweltmanagement oder IT-Management sind Schwerpunkte von Förderprogrammen. Mit der Durchführung der Programme beauftragen die Wirtschaftsministerien ihre Landesförderbanken, Landesgesellschaften zur Wirtschaftsförderung oder auch das RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft im Land.

Das RKW ist ein neutrales Netzwerk aus zwölf Landesverbänden und der Bundesgeschäftsstelle. Das RKW fördert Rationalisierung und Innovation, um die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen in ökonomischer, technologischer, sozialer und ökologischer Hinsicht zu steigern und so Wachstum und sichere Arbeitsplätze zu erreichen. Insgesamt 78 Förderprogramme setzten RKW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im vergangenen Jahr im Auftrag der Landesregierungen um. Bundesweit wurden 11 500 Unternehmen beraten, das waren gut neun Prozent mehr als im Vorjahr. Schätzungsweise 60 000 Arbeitsplätze wurden so gesichert und etwa 7 300 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Verbreitung von innovativen Methoden, Verbesserung der Prozessabläufe im Unternehmen und bessere Gestaltung der Arbeitsorganisation sind neben technologischen Innovationen maßgeblich für die Leistungsfähigkeit des deutschen Mittelstands. Daher legen alle Anbieter von Förderprogrammen großen Wert auf die Umsetzung der Beratungsempfehlungen. Die Unternehmen brauchen pragmatische, schnelle und auf ihre Praxis zugeschnittene Konzepte. Berater, die in den kleinen Betrieben mit oft weniger als 50 Beschäftigten eingesetzt sind, müssen – bildlich gesprochen – die Ärmel mit hochkrempeln.

Das RKW schlägt dem Unternehmen einen geeigneten Berater vor, nach einer kostenlosen Kontaktberatung zur Ermittlung des Beratungsbedarfs und nachdem mit dem Unternehmen die Aufgabe für den Berater definiert wurde. Die RKW-Verbände setzte im letzten Jahr rund 3 800 Beratungsunternehmen ein, deren Kompetenzen sie überprüfen. Seit Anfang des Jahres können kleine und mittlere Unternehmen RKW-Beratung auch in Verbindung mit den Beratungsförderungsprogramme des Bundes für die Beratung mittelständischer Unternehmen nutzen. Außerdem können Existenzgründer in einigen Bundesländern neuerdings bis fünf Jahre nach dem Start auch das KfW-Gründercoaching über das RKW in Anspruch nehmen.

Ulrike Heitzer-Priem, Öffenlichkeitsarbeit beim Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V., Eschborn.

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