Förderung von Start-ups
Firmenfinanzierer fordern Steuererleichterung

Business Angels sind unternehmerisch erfahrene Personen, die sich an jungen Unternehmen beteiligen. In dieser Funktion gehören sie zu den bedeutendsten privaten Erstfinanzierern von Unternehmen. Damit diese Form der Finanzierung in Deutschland nicht weiterhin ein Schattendasein fristet, fordern sie für ihre Tätigkeit günstigere Steuerregelungen.

fmd BERLIN. Kritisch bewertet die Interessenvertretung Business Angels Netzwerk Deutschland (Band) das Eckpunktepapier des Bundesfinanzministeriums, mit dem ausdrücklich der Einsatz von Wagniskapital gefördert werden soll. Darin wird die so genannte Wesentlichkeitsgrenze ignoriert. Derzeit sind Veräußerungsgewinne von Business Angels steuerfrei, wenn diese weniger als ein Prozent am Unternehmen halten. Da sich Business Angel aber in der Regel mit zehn Prozent beteiligen, ist die Regelung wertlos für sie. Der Verband plädiert für eine Erhöhung der Wesentlichkeitsgrenze auf 25 Prozent. Ferner besteht für die Business Angels die Gefahr, dass sie als gewerblich eingestuft und entsprechend besteuert werden, wenn sie regelmäßig Beteiligungen erwerben und veräußern. Auch diese Gefahr hemme den Kapitalfluss, bemerkt der Verband weiter.

Er plädiert für Steuerabzugsmöglichkeiten bis zu 500 000 Euro Investitionssumme. Als Lichtblick sehen die Business Angels eine vom Finanzministerium geplante Ausnahmeregelung: Wird ein junges Unternehmen mehrheitlich übernommen, sollen die Verlustvorträge erhalten bleiben. Allerdings soll die Möglichkeit der Verlustverrechnung sich nur auf fünf Jahre erstrecken. Das dürfte bei vielen Unternehmen zu wenig sein.

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