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Folgen der Krise: Bergbaumaschinen wenig gefragt

Unter großen Umsatzeinbrüchen leiden die deutschen Hersteller von Bergbaumaschinen noch nicht - die Unternehmer rechnen sogar mit einem Umsatzplus für 2009. Davon können andere derzeit nur träumen. Aber auch hier gibt es nicht nur gute Nachrichten: Die Branche hat mit sinkenden Bestellungen zu kämpfen.

Noch geht es den Herstellern von Bergbaumaschinen einigermaßen gut. Quelle: dpa
Noch geht es den Herstellern von Bergbaumaschinen einigermaßen gut. Quelle: dpa

ESSEN. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus leiden die deutschen Hersteller von Bergbaumaschinen noch nicht unter großen Umsatzeinbrüchen. Im Gegenteil, die rund 130 zumeist mittelständischen Unternehmen mit 14 500 Beschäftigten rechnen für 2009 mit einem Umsatzplus von zehn Prozent auf rund vier Mrd. Euro. Dies liegt jedoch vor allem an den hohen Auftragsbeständen und den langen Durchlaufzeiten von bis zu zwei Jahren für Großprojekte.

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Bei den Bestellungen ist die schwächere Konjunktur dagegen schon angekommen. "Die Auftragseingänge sind im laufenden Jahr erheblich, teilweise um bis zu 50 Prozent zurückgegangen", sagte Paul Rheinländer, Vorsitzender des Fachverbandes Bergbaumaschinen im Branchenverband VDMA und Geschäftsführer der Bochumer Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik. Er rechnet aber nicht damit, dass dies im kommenden Jahr voll durchschlagen wird, sondern hofft, dass die Hersteller die Umsätze weitgehend halten können. Eine Prognose für 2010 traut er sich nicht zu.

Probleme bereiten vor allem die Exporte in die wichtigen Exportmärkte Russland, USA, Indien und Australien. Hier gab es Einbrüche von teilweise mehr als 30 Prozent. Die Branche ist stark exportorientiert und kommt auf einen Anteil der Ausfuhren am Umsatz von 86 Prozent.

Der Umsatz mit Russland wird laut Rheinländer bereits in diesem Jahr um rund 35 Prozent sinken. Grund sind vor allem die Finanzierungsprobleme der Kunden, aber auch Absatzschwierigkeiten wegen der Krise der Stahlindustrie und der gesunkenen Rohstoffpreise. Deshalb erwartet der Verband auch für 2010 sinkende Exporte nach Russland. Auch im Geschäft mit China stehen Umsatzrückgänge an, da chinesische Hersteller inzwischen zu ernsthaften Konkurrenten geworden sind. Einen Ausgleich haben die deutschen Unternehmen in der Erschließung neuer Märkte vor allem in Mittel- und Südamerika gefunden.

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