Forderungsmanagement kann Schieflage verhindern
Ebbe in der Kasse trotz voller Auftragsbücher

Wenn Zahltag ist, werden Rechnungen beglichen – jedenfalls im Kino. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus – zumindest in der Wirtschaft.Denn trotz dicker Auftragsbücher kommt oft nur schleppend oder gar kein Geld in die Kasse.

HB DÜSSELDORF. Der Grund: Immer mehr Kunden lassen sich immer mehr Zeit, ihre Rechnungen zu bezahlen, in vielen Jahresabschlüssen wächst die Position „Forderungen aus Lieferung und Leistung“ auf über ein Drittel der Bilanzsumme.

Das macht besonders Mittelständler mit kurzer Eigenkapitaldecke und hoher Abhängigkeit von einzelnen Kunden krisenanfällig, wenn etwa der Umsatz sinkt oder sich Finanzierungsbedingungen ändern. Experten befürchten, dass die Zahl der Unternehmenspleiten in diesem Jahr auf den Rekordwert von rund 41  000 wachsen wird.

Bei der Wirtschaftsauskunftei Creditreform sorgen die Außenstände dagegen für eine gute Auftragslage: „Derzeit bearbeiten wir rund vier Millionen Inkassofälle, und jedes Jahr kommen über eine Million dazu.“ Ein effektiveres Forderungsmanagement kann helfen, Außenstände einzutreiben. Experten raten Unternehmen, ihre Kunden vor Vertragsabschluss auf Kreditwürdigkeit zu prüfen und dabei auf alle verfügbaren Informationen, wie das Einholen von Auskünften, zurückzugreifen. Bei unzureichender Bonität sollte kein Kredit eingeräumt werden. Bei größeren Kreditbeträgen sind Sicherheiten erforderlich. Vor allem in der Baubranche ist es üblich, eine Bürgschaft zu fordern.

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