Forderungsverkauf
Antrieb für Mikrochips

Unternehmen nutzen verstärkt den Forderungsverkauf, um ihre Liquidität zu erhöhen. Der Vorteil für die Unternehmen: Factoring wächst mit dem Geschäft, der Kredit dagegen nicht. Mit diesem Instrument können Mittelständler die Zahlungsüberwachung in Profihände legen und sich vor Ausfallrisiken schützen.

WERTHER. Private-Equity-Firmen klopfen laufend bei ihm an. Sie suchen nach soliden Unternehmen, um während der Finanzmarktkrise günstig einsteigen und später mit Gewinn wieder aussteigen zu können. Doch bei Michael Randt, Geschäftsführer und Gründer der Hamburger Trinamic Motion Control GmbH & Co KG in St. Pauli, bekommen sie keinen Fuß mehr in die Tür. Denn Randt ist mit Factoring gut unterwegs: der Geschäftsführer setzt seit 2007 lieber auf Factoring statt auf Beteiligungskapital. Denn der Einstieg von Venture Capital endete mit einem Crash. Das schnelle Geld von Factorer dagegen bringt seine Firma weiter – und kann mit dem Wachstum des Hochtechnologieanbieters auch besser Schritt halten.

Die Firma Trinamic entwickelt Microchips, die kleine Motoren antreiben. Ein stetig wachsender Markt – denn fast jedes technische Gerät braucht inzwischen eine Antriebssteuerung – vom Geldautomat bis zum medizinischen Apparat. Das wussten auch die Venture-Capital-Firmen und der strategische Investor AutoVision, Tochter des Volkswagen Konzerns. Sie stellten dem Unternehmen Kapital zur Verfügung. Das Unternehmen entwickelte sich gut, jedoch kam es über das Ausstiegsszenario, zum Konflikt zwischen den Investoren mit einer in letzter Minute abgesagten Finanzierungsrunde und einer daraus resultierenden Insolvenz. Randt wagte den Neubeginn bei Null und sah sich nach einer Finanzierungsalternative um. Mit Factoring hat er sie: „Factoring wächst mit dem Geschäft mit – ein Kredit nicht“, sagt Randt. „Zumal die Hamburger Banken Schwierigkeiten hatten, unser Geschäftsmodell zu verstehen.“

Die Eurofactor AG aus München, ein Unternehmen der französischen Credit Agricole Group, aber nicht. „Wir sind stark exportlastig und verkaufen unsere Chips weltweit. Daher suchten wir einen Factorer, der mit Factoring-Unternehmen im jeweiligen Land zusammenarbeitet und den gesamten Cash-Flow organisiert“. Gefunden hat Randt seinen Factorer mit Hilfe der Hansekontor Maklergesellschaft mbH in Hamburg. „Wir sind zum Makler gegangen, damit er uns direkt mit dem richtigen Partner zusammen bringt. Dadurch konnten wir uns unnötige Prüfungsprozesse sparen“, sagt Randt.

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