Freihandelszonen und moderne Infrastruktur
Attraktive Geschäfte in der Wüste

Auf Wirtschaftstreffen in Berlin und München präsentieren sich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) als Wachstumsmarkt und attraktiver Standort. Die Emiratis suchen neben Investoren auch deutsches Know-how – eine gute Chance für den Mittelstand.

HB DÜSSELDORF. Wir schätzen, dass derzeit rund 400 deutsche Unternehmen in den VAE tätig sind“, sagt Markus Milwa von der deutschen Außenhandelskammer (AHK) in Dubai. Die meisten davon – rund 350 – haben sich im liberalen Emirat Dubai niedergelassen. Nach den Global Playern der deutschen Auto- und Energiewirtschaft zieht es zunehmend mittelständische Firmen in die boomende Golfmetropole. „Das Interesse ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen“, sagt Markus Milwa, „Wir erhalten täglich eine Menge Anfragen aus Deutschland, quer durch alle Branchen.“

Kein Wunder, denn die VAE sind gerade dabei, Saudi-Arabien als Markt und als Standort den Rang abzulaufen. Das 3,7 Millionen-Einwohner-Land hat mittlerweile nicht nur die höchste Kaufkraft in der Region und ist binnen weniger Jahre zum wichtigsten Exportmarkt für deutsche Produkte und Dienstleistungen im arabischen Raum aufgestiegen. Mit Freihandelszonen und einer modernen Infrastruktur haben sich die Emirate zu einer sicheren – und steuerfreien – Drehscheibe zwischen Europa und Asien entwickelt. Das hohe Ansehen deutscher Erzeugnisse und deutschen Know-hows eröffnet auch kleinen und mittelständischen Betrieben gute Geschäftsmöglichkeiten.

„Hier funktioniert Made in Germany“, sagt Heiko Zwieg, der vor einem Jahr nach Dubai kam. „Als Deutscher hat man schon mal 30 Prozent des Schlüssels, um durch die Tür zu kommen. Und wenn sie ein deutsches Produkt mitbringen, dann haben sie noch mal 30 Prozent.“ Der 38-jährige Ingenieur aus einem kleinen Ort bei Greifswald hat sich mit drei Partnern in der Freihandelszone „Dubai Health Care City“ angesiedelt und eine Beratungsfirma für Facility Management und Krankenhausplanung gegründet, im Portfolio auch Spezialprodukte aus Deutschland. Seine Bilanz nach einem Jahr klingt optimistisch: „Wir arbeiten zwar noch nicht kostendeckend, aber das Potenzial ist hier exorbitant groß.“

Tatsächlich werden in Dubai in den nächsten Jahren ganze Stadtteile für bis zu 100 000 Menschen neu erschlossen. Dazu kommen zahlreiche architektonische Mega-Projekte, die schon jetzt für Schlagzeilen sorgen: das höchste Gebäude, das größte Aquarium und die längste Indoor-Skipiste der Welt sollen gebaut werden, ein Vergnügungspark, doppelt so groß wie Disneyland, ein Unterwasser Luxus-Hotel und vieles mehr. Zuletzt gab die Stadtverwaltung den Bau einer insgesamt 70 Kilometer langen Metro bekannt, die ab 2009 erste Fahrgäste vom Flughafen Dubai ins 20 Kilometer entfernte Scharjah und in die Freihandelszonen bringen soll. Kosten: rund sechs Milliarden Euro.

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