Fremdkapital
Öffentliche Hand hilft

Fremdkapital wird nicht ausschließlich von Geschäftsbanken vergeben - daher kann sich ein Blick über den Tellerrand der Hausbank hinaus durchaus lohnen. Auch die staatliche KfW bietet verschiedene Kreditprogramme.
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Zu nennen wäre etwa der Mikrofinanzfonds Deutschland, der neben Gründern auch jungen Unternehmen mit geringem Kapitalbedarf "Mikrokredite" bis zu 20 000 Euro bei kurzen Laufzeiten von bis zu drei Jahren anbietet. Mitinitiator ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Finanziert werden ausschließlich unternehmerische Aktivitäten. Bei den Kreditsicherheiten handelt es sich, so wird das Produkt beworben, in der Regel um Referenzen aus dem persönlichen und geschäftlichen Umfeld des Kreditnehmers mit der Unterlegung durch "kleine Bürgschaften".

Neben diesem Finanzprodukt, das wohl eher nur ein Nischenprodukt sein kann, bietet vor allem nach wie vor die KfW-Mittelstandsbank mit ihren Standardprogrammen wie dem KfW-Startgeld, dem ERP-Kapital für Gründung, dem KfW-Unternehmerkredit oder dem ERP-Regionalförderprogramm eine beträchtliche Anzahl weiterer Kreditprogramme, die sich nahezu punktgenau auf den Finanzierungsbedarf des jeweiligen Betriebes zuschneiden lassen.

Auch die Länder fördern

Neben den Kreditalternativen des wohl bekanntesten öffentlichen Kreditgebers KfW-Mittelstandsbank gibt es aber auch eine ganze Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten in den einzelnen Bundesländern: So können Unternehmer beispielsweise in Nordrhein-Westfalen Investitions- und Betriebsmittelkredite erhalten, mit denen sich die Geschäftsausstattung ebenso finanzieren lässt wie der Erwerb von Grundstücken oder Gebäuden. Darüber hinaus ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die Übernahme von Bürgschaften für Maßnahmen wie Neuinvestitionen und Betriebsmitteln möglich.

Als weiteres Beispiel finanzieller Unterstützung durch die Bundesländer lässt sich der "Niedersachsen-Kredit" anführen, mit dem langfristige Investitionen in Niedersachsen ebenso abgesichert werden können wie Betriebsmittelfinanzierungen. Dazu zählen unter anderem auch Hilfen zum Ausgleich vorübergehender Liquiditätsengpässe.

Mit der etwas sperrigen Bezeichnung "Ausbildungsstellen- Existenzgründer-Programm" bietet Hessen neben Programmen zur Existenzförderung und zur Existenzfestigung interessierten Unternehmern monatliche Zuschüsse für Auszubildende, während Berlin mit dem "Berlin Start"-Darlehen unter anderem dann zur Verfügung steht, wenn es sich bei den Antragstellern um Existenzgründer oder um bestehende Betriebe bis zu drei Jahre nach ihrer Gründung handelt.

Existenzgründer bilden ebenso wie bereits am Markt etablierte Betriebsinhaber auch in Baden-Württemberg einen Schwerpunkt bei der Finanzierungsförderung mit Hilfe langfristiger Förderprogramme.

Eine andere Fördermöglichkeit besteht in Bayern durch die Bereitstellung von Krediten beispielsweise auch dann, wenn sich Betriebsinhaber in Liquiditäts- oder Rentabilitätsschwierigkeiten befinden.

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