Frühsommer-Umfrage
Wirtschaft will 200 000 Stellen abbauen

Die deutsche Wirtschaft hat einen deutlichen Aufschwung abgeschrieben.Die Firmen bewerteten laut DIHK-Umfrage sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Geschäftsaussichten deutlich ungünstiger als zu Anfang des Jahres. Nun droht der Abbau von bis zu 200 000 Arbeitsplätzen.

HB BERLIN. „Die Konjunktur hat einen kräftigen Dämpfer erhalten“, erklärte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Dienstag zu seiner Frühsommer-Umfrage unter rund 22 000 Unternehmen. Aks Konsequenz kündigte die Wirtschaft den Abbau von 200 000 Arbeitsplätzen an. „Der hohe Wettbewerbsdruck zwingt insbesondere die Industrie, weiter zu rationalisieren“, hieß es.

Erstmals seit mehr als zwei Jahren schätze die Wirtschaft angesichts der enttäuschend lahmen heimischen Nachfrage auf breiter Front die Konjunkturlage schlechter ein als in der Vorumfrage. Zudem blickten auch wegen eingetrübter Exportperspektiven erstmals seit 2003 mehr Unternehmen mit Skepsis in die Zukunft als mit Zuversicht. Noch lägen aber die Erwartungen über dem langjährigen Durchschnitt. „Der Konjunktur droht somit eine langsamere Gangart, aber kein Absturz“, folgerte der DIHK. Eine Sonderumfrage habe auch gezeigt, dass die Firmen sich von Neuwahlen bessere Perspektiven erhoffen.

Der Saldo zur Lageeinschätzung - die Differenz aus positiven und negativen Antworten - sank in der DIHK-Umfrage auf minus sieben Punkte von zuvor plus drei Zählern. So stark wie bei der jüngsten Umfrage verschlechterte sich die Lage zuletzt im Herbst 2001.

„Ein leicht verringertes Drehmoment sowie eine - gemessen an den Erwartungen zu Jahresbeginn - enttäuschende Binnennachfrage sind Ursache dafür, dass die Geschäfte der deutschen Unternehmen nach dem ermutigenden Start ins Jahr 2005 zuletzt wieder schwächer laufen“, erklärte der DIHK.

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