Fuchs fordert Gesetzesüberarbeitung
Mittelstand fordert mehr Entlastung

Das Mittelstandsentlastungsgesetz (MEG) der großen Koalition reicht nach Auffassung von Mittelstandspolitikern bei weitem nicht aus. Michael Fuchs, mittelstandspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, fordert, den Gesetzentwurf für das MEG an entscheidenden Stellen zu überarbeiten.

BERLIN. Rückendeckung erhält Fuchs vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

„Die große Koalition sollte gleich diesen ersten Aufschlag nutzen, um durchgreifende Entlastungen für den Mittelstand zu erreichen. Der jetzige Gesetzentwurf greift in vielen Punkten zu kurz“, sagte Fuchs dem Handelsblatt. Der Bundestag behandelt den Gesetzentwurf am Donnerstag in erster Lesung.

Fuchs kritisiert etwa die im Gesetzentwurf vorgesehene Anhebung der Umsatzgrenze für die Buchführungspflicht von bisher 350 000 Euro auf 500 000 Euro. „Wir sollten über eine großzügigere Anhebung der Umsatzgrenze nachdenken. Ich empfehle dazu eine Mill. Euro“, sagte Fuchs, der auf die Regelungen in Großbritannien verweist. Dort liegt die Schwelle bei 900 000 Euro. Die USA verpflichten Unternehmer erst aber einer Grenze von 4,5 Mill. Euro zur Buchführung.

Die Aufstellung einer Handelsbilanz als Jahresabschluss sei mit erheblichem Aufwand verbunden. Eine stärkere Anhebung des Schwellenwertes könne kleine Unternehmen und Existenzgründer spürbar entlasten, sagt Fuchs. Auch Hubertus Hille, Mittelstands-Experte beim DIHK, hält den angepeilten Schwellenwert für zu niedrig angesetzt: „Die vorgesehene Grenze von 500 000 Euro ist gut, ein Wert von 750 000 Euro wäre besser. Dann wären auch Betriebe mit mehreren Beschäftigten an dieser Stelle entlastet.“

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