Fuhrpark
Mittelständler sparen Bares beim Auto-Leasing

Für Gewerbebetriebe bieten Autobauer bieten inzwischen spezielle Programme an. Das lohnt sich meist für beide Seiten, denn standardisierte Verträge senken dabei die Kosten. Und das gilt nicht nur für Untenehmen mit großen Fuhrparks.

PADERBORN. Die Autobauer haben mit ihren Finanzierungsgesellschaften nicht nur Privatkunden, Freiberufler und gewerbliche Großkunden im Visier: Über ihre Leasinggesellschaften bieten sie auch spezielle Programme für Kleingewerbetreibende - auch "small commercials" genannt - an. Hierunter fallen Unternehmen mit einem Fuhrparkbestand von zwei bis durchschnittlich 15 Fahrzeugen - sofern sie keine Großabnehmerrabatte vom Hersteller erhalten. Zu dieser Gruppe gehören etwa kleine bis mittlere Handwerksbetriebe, Dienstleister, insbesondere Bringdienste, ambulante Pflegedienste, aber auch größere Unternehmen mit keinem hohen Fahrzeugbedarf.

Der Bestand von PKW einschließlich leichter Nutzfahrzeuge mit PKW-Zulassung liegt in diesem Segment letzten Zahlenerhebungen der Dataforce zufolge in Deutschland bei 2,63 Mill. Stück (Stand 1.1.2006) und macht mehr als die Hälfte des gesamten deutschen gewerblichen PKW-Bestands von rund 4,85 Mill. Stück aus. Diese setzen sich laut Dataforce zu 23,7 Prozent aus Fahrzeugen der Marken VW, Mercedes (14,3 Prozent), BMW (10,7 Prozent), Audi (10 Prozent), Opel (9,6 Prozent), Ford (7,6 Prozent) und zu fast 24 Prozent aus Fahrzeugen anderer Marken zusammen.

Small Commercials benötigen für ihren überschaubaren Fahrzeugbestand in der Regel kein ausgefeiltes Flottenmanagement. Im Unterschied zum privaten und freiberuflichen Einzelkunden können sie jedoch standardisierte Verträge erhalten, die zu Kostenersparnissen beim Vertragsabschluss, in der Abwicklung und in der Bestandspflege führen.

"Exclusiv-Leasing" nennt die Volkswagen-Leasing ihr dafür speziell entwickeltes Programm, mit dem Kleingewerbetreibende ihre Fahrzeuge zu Sonderkonditionen über Kilometerleasingverträge mit einer Laufzeit zwischen zwölf und 54 Monaten fahren können. Sie erhalten auch Mobilitätspakete, die je nach gewähltem Modell kostengünstige Versicherungen, pauschale und niedrige Gebühren für Wartungen und Verschleißreparaturen sowie Garantieverlängerungen enthalten.

Kleingewerbetreibende schließen diese Verträge über die Autohändler ab. Die Fahrzeuge lassen sich nach Kundenwünschen mit Werbefolien und firmeneigenen Logos beschriften, sofern diese bei Rückgabe wieder entfernt werden. Auch die Beschriftungskosten können mit in die Leasingrate eingerechnet werden. "Bei der Gruppe der Small Commercials handelt es sich um ein für uns wichtiges Marktsegment", berichtet Klaus-Dieter Schürmann, Vorstand der Volkswagen Financial Services. "Gerade für diese kleineren Unternehmen ist der Eigenkapital und Liquidität schonende Aspekt des Leasing sowie die Kostentransparenz in Verbindung mit Mobilitätspaketen besonders wichtig", betont er.

Spezielle Leasingprogramme für dieses Marktsegment haben auch andere Autobauer aufgelegt: Ford unter dem Namen "Power für den Mittelstand", Opel als "Kleinflottenprogramm", BMW als "Professional Leasing"" und DaimlerChrysler als "Fleet plus" für bestimmte Modelle der A-, B- und C- Klasse. Im Unterschied zum Flottengeschäft mit Großkunden werden diese von den herstellerverbundenen Leasinggesellschaften generell nur für Fahrzeuge der eigenen Konzernmarken und nicht für Fremdfahrzeuge angeboten. Denn: "Da es sich hierbei um nur jeweils wenige Fahrzeuge handelt, können wir Sonderkonditionen hierfür nur bei standardisierten Geschäften anbieten", erklärt ein Unternehmenssprecher.

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