Fuhrparkmanagement
Auch kleine Flotten können groß sparen

Immer mehr Mittelständler überlassen das Fuhrparkmanagement externen Dienstleistern, um Kosten zu sparen. Kleine Betriebe fahren immer noch häufig besser, wenn sie sich selbst um Versicherung, Wartung und Leasing kümmern. Virtuelle Flotten sind für sie eine gute Alternative.

KÖLN. Die Dienstwagen der Mitarbeiter sucht der Chef noch selbst aus, geleast werden sie beim immer gleichen Autohändler nebenan, die Sekretärin kümmert sich um Schadensmeldungen bei der Kfz-Versicherung und heftet Tankquittungen ab. So sieht das Flottenmanagement in vielen kleinen und mittelständischen Betrieben aus. Und das, obwohl kleine Unternehmen bei den Full-Service-Anbietern inzwischen gern gesehene Kunden sind. "Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass man mit dem Auslagern der Flottenverwaltung und Leasing finanzielle Sicherheit haben kann und sich viel lästige Arbeit erspart", sagt Albert de Cillia, Geschäftsführer von GE Fleet Services in Neu-Isenburg. Der Fuhrparkmanagement-Dienstleister will Firmenchefs entlasten: Seine Spezialisten schließen im Auftrag der Firma Kfz-Versicherungen ab, achten auf Wartungstermine und kontrollieren regelmäßig die Fahrerlaubnis der Dienstwagen-Besitzer. Bei einem Unfall sorgen die Anbieter außerdem für einen Ersatzwagen und kümmern sich um Reparatur oder Verschrotten des Unfallwagens.

Besonders für den gehobenen Mittelstand interessant ist das europaweite Steuern ihrer Flotten durch einen externen Fuhrparkmanager. Denn: Werden die Dienstwagen über eine zentrale Stelle koordiniert, sparen Unternehmer bares Geld. "Europäisches Flottenmanagement senkt die Kosten um durchschnittlich 15 Prozent", erklärt Philipp Waldmann, Experte beim Fuhrparkmanagement-Dienstleister Fleetlogistics. Unternehmen sparen, weil sie die Kosten aller Fahrzeuge in Europa vergleichen können. "Außerdem erhalten sie durch europäische Rahmenabkommen mit jedem Auto, das sie vom gleichen Anbieter abnehmen, mehr Rabatt", sagt Waldmann.

GE-Chef Albert Cillia rechnet vor, dass ein Dienstwagen bis zu 10000 Euro Vollkosten jährlich verursachen kann. Geht man nach der Rechnung des Flottenmanagement-Anbieters Masterlease kommen in großen Betrieben jedes Jahr 50 bis 200 Millionen Euro für den Fuhrpark zusammen. Kein Wunder, dass sich die Firmenchefs von Fuhrpark-Dienstleistern bei Sparen helfen lassen: "Das Thema wird im gehobenen Mittelstand sehr stark auch von Finanzinvestoren getrieben", weiß Fuhrpark-Experte Waldmann, "Auf der Suche nach Rationalisierungspotenzialen stoßen sie ziemlich schnell auf den Fuhrpark". Denn dieser sei nach Personal und Gebäude meistens der drittgrößte Kostenblock.

Verwalter von Mini-Flotten bis zu 50 Fahrzeugen sind mit dem eigenständigen Vergleichen von Konditionen dennoch häufig besser beraten: "Für einen kleinen Fuhrpark lohnt sich Full-Service-Leasing nur in Ausnahmefällen", weiß Peter Hellwich, Fuhrparkberater und Experte der Dekra-Akademie in Stuttgart. Etwa wenn die Flotte aus weitgehend baugleichen Pkw besteht oder wenn alle Fahrzeuge vom selben Hersteller stammen. Häufig bestehen Mini-Fuhrparks aber aus unterschiedlichen Fahrzeugtypen: "Dann ist es günstiger, für jedes Auto die besten Angebote von Händlern, Werkstätten und Versicherungen zu kombinieren", sagt Hellwich. Der Aufwand dieses Schnäppchen-Jagens sei bei kleinen Flotten noch recht gering: "Das sollten die Kleinen nutzen."

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