Fuhrparkmanager
Kleine Flotten werden zum Kerngeschäft

Während sich viele deutsche Unternehmen vor einer Rezession in den USA fürchten, sind die hiesigen Flottenfinanziers bester Laune. Die gute Konjunktur der vergangenen Jahre ist nun auch bei ihnen angekommen. Nach der Markt-Konsolidierung wollen die Fuhrparkmanager mit mittelständischen Kunden wachsen – Unternehmen verlangen internationalen Service.

KÖLN. Seit deutsche Konzerne und Mittelständler wieder mehr Mitarbeiter einstellen, wachsen die Fahrzeugflotten wieder. „Wir rechnen weiterhin mit Zuwachs bei den mittleren und großen Flotten“, freut sich Karsten Rösel, Geschäftsführer der ALD Auto-Leasing. „Unser Kurs steht auf Wachstum.“

Rund 100 000 Fahrzeuge betreut ALD heute in Deutschland, Tendenz steigend. Und auch die anderen großen Flottenfinanziers können mit fünf- bis sechsstelligen Zahlen beeindrucken. „Der Markt hat eine turbulente Konsolidierungsphase hinter sich“, berichtet Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center of Automotive Research an der Fachhochschule Gelsenkirchen. „Nun bestimmen die großen Player das Geschäft. Das sind einerseits die heimischen Autohersteller, andererseits ausländische Leasinggesellschaften. Deutsche Großbanken spielen in dem Geschäft so gut wie gar nicht mit.“

Diese Marktaufteilung folgt aus einer Reihe von Übernahmeschlachten: Volkswagen Leasing verleibte sich den niederländischen Anbieter Leaseplan ein, die BMW-Leasing-Tochter Alphabet griff sich den Spezialisten LHS, der amerikanische Mischkonzern General Electric sicherte sich die ASL Auto Service-Leasing. Flottenkunden, die hierzulande deutsche Fahrzeuge leasen möchten, können nun entweder zu den Autobanken der Hersteller gehen oder die gleichen Fahrzeuge bei Töchtern französischer Großbanken und amerikanischer Mischkonzerne beziehen.

Der große Trumpf der Autobanken ist, dass sie ihre Fahrzeuge so gut kennen wie kein anderer Anbieter und dass sie über eine eigene Vertriebsstruktur verfügen. Wer einen Fuhrpark mit Fahrzeugen von Mercedes Benz leasen möchte, braucht nur beim nächsten Mercedes-Händler nachzufragen. Doch die meisten Kunden wünschen sich einen gemischten Fuhrpark von verschiedenen Herstellern. Darum haben die Autokonzerne bereits vor Jahren markenübergreifende Fuhrparkmanagement-Dienstleister gegründet.

Und die haben alles im Programm, was das moderne Fuhrparkmanagement ausmacht – von der Versicherung, Reparatur, Wartung, Schadensabwicklung, Fahrerverwaltung, Tankmanagement, Steuerabwicklung, Reifenwechsel bis zum Erwerb von Feinstaubplaketten. Großkunden betrachten den Rundum-Service als Selbstverständlichkeit, sie sind Profis im Flottengeschäft. Was sie vor allem interessiert, sind Preis und internationale Verfügbarkeit.

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