Gabelstaplerhersteller: Jungheinrich setzt auf China

Gabelstaplerhersteller
Jungheinrich setzt auf China

Für Jungheinrich spielt die Musik bald stärker in China. Nahe Shanghai eröffnet der Konzern in wenigen Monaten eine eigene Fabrik. Das ist allerdings nur ein Teil der künftigen Strategie.
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HamburgJungheinrich investiert massiv in eine neue Gabelstaplergeneration und baut seine Präsenz in China aus. Im Sommer eröffnet der Konzern in einem Vorort von Shanghai eine eigene Fabrik, in der zunächst Gabelstapler mit Elektroantrieb vom Band laufen sollen.

Langfristig will Jungheinrich aber auch stärker bei Staplern mit Verbrennungsmotoren mitmischen. Diese machen in der Volksrepublik mehr als drei Viertel des Marktes aus, doch Jungheinrich spielt hier bisher kaum eine Rolle. In Westeuropa, wo das Hamburger Unternehmen mehr als die Hälfte seines Umsatzes macht, ist das Bild umgekehrt. Dort sind vor allem Elektroantriebe gefragt.

Vorstandschef Hans-Georg Frey kündigte am Dienstag bei der Präsentation der Bilanz des abgelaufenen Jahres für 2014 eine neue Generation von Staplern mit Verbrennungsmotoren an. In diesem Geschäft sind Marktführer Toyota und der zweitplatzierte Wiesbadener Konkurrent Kion besonders stark.

Jungheinrich traut sich zu, den Anteil der sogenannten Verbrenner an seiner Produktion binnen fünf Jahren auf zehn Prozent zu verdoppeln. Im vergangenen Jahr produzierte Jungheinrich rund um den Globus gut 73.000 Gabelstapler, vorwiegend solche mit Elektroantrieb.

Die Höhe der Investitionen in die neue Staplergeneration nannte der Vorstand nicht. Finanzchef Volker Hues verriet lediglich, diese seien "massiv". Das Thema berge "enorme Chancen" für Jungheinrich, fügte er hinzu. Bevor die Hanseaten in diesem Geschäft eine nennenswerte Größe erreichen, dürften allerdings noch einige Jahre vergehen. Der Marktanteil bei Staplern mit Verbrennungsmotor soll jährlich um ein bis zwei Prozent klettern. Bislang liegt er in Europa bei fünf bis sechs Prozent.

Nach einem durchwachsenen Start in den beiden ersten Monaten zeigte sich Frey für 2013 "verhalten optimistisch". Der Betriebsgewinn werde aus heutiger Sicht voraussichtlich zwischen 140 und 150 Millionen Euro liegen. 2012 hatte das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen das Ergebnis vor Zinsen uns Steuern (Ebit) dank weltweit guter Nachfrage um drei Prozent auf den Rekordwert von 150 Millionen Euro gesteigert und die Dividende erhöht.

In den ersten beiden Monaten 2013 schrumpfte der Auftragseingang jedoch angesichts der schwächeren Konjunktur um zwei Prozent auf 371 Millionen Euro. Der Umsatz sank in diesem Zeitraum um drei Prozent auf 326 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr stellte der Vorstand einen Ordereingang zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Euro in Aussicht. Der Umsatz solle "in einer ähnlichen Bandbreite" liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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