Gebäudedienstleister
Klüh hat Krise noch nicht ganz bereinigt

Der Düsseldorfer Gebäudedienstleister verzeichnet zwar ein Umsatzwachstum, kann aber nicht mit den Ergebnissen aus den Vorjahren mithalten.
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Zum 100-jährigen Bestehen darf sich der Düsseldorfer Gebäudedienstleister Klüh über erneutes Umsatzwachstum freuen. Nach neun Jahren mit zweistelligem Umsatzzuwachs habe die Unternehmensgruppe 2010 allerdings zum zweiten Mal in Folge nur um einen einstelligen Prozentsatz zugelegt, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Driessen heute auf der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. So stieg der Umsatz von 620,45 auf 633,31 Millionen Euro und erreichte damit ein Plus von 2,07 Prozent. Die geringe Umsatzsteigerung sei auf Nachwirkungen der Wirtschaftskrise zurückzuführen, sagte Driessen. Die Umsätze entwickelten sich in allen Bereichen positiv, lediglich im Catering musste das Unternehmen ein Minus von drei Prozent hinnehmen.

Zufrieden zeigte sich die Geschäftsführung mit der Entwicklung im Cleaning-Geschäft, dem größten Bereich des Unternehmens. Dieser wuchs um 6,9 Prozent, der Klinik-Bereich um 6,5 Prozent. Im Sicherheitsgeschäft bescherte unter anderem der Auftrag, Sicherheitsaufgaben im Bundeswirtschaftsministerium in Bonn zu übernehmen, Umsatzsteigerungen.

Auch das Auslandsgeschäft verlief insgesamt positiv. Klüh ist in elf Ländern präsent und erzielte 2010 rund ein Drittel seines Umsatzes im Ausland. Im größten Auslandsmarkt Spanien konnte der Gebäudedienstleister seine Umsätze zwar leicht steigern. Allerdings sei das Geschäft auf Tätigkeiten in Einrichtungen der Öffentlichen Hand ausgerichtet. Bedingt durch die derzeitige Situation soll umgesteuert werden. Ziel sei es jetzt, verstärkt im Privatkundengeschäft aktiv zu werden, sagte Driessen.

Auf dem chinesischen Markt konnte sich das Unternehmen zahlreiche neue Aufträge sichern. So betreut Klüh beispielsweise in der Achtmillionen-Metropole Wuhan 70 Prozent der Krankenhäuser.

Trotz der Wirtschaftskrise konnte der Gebäudedienstleister von den Geschäften in den Vereinigten Arabischen Emiraten profitieren. Hier steigerte Klüh seinen Umsatz um 14,07 Prozent. Der Auftrag, das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa, zu reinigen, trug stark dazu bei. Klüh hält mit 230 Mitarbeitern das Gebäude rund um die Uhr sauber.

Sorgenkind des Unternehmens bleibt hingegen Griechenland. Zwar blieb der Umsatz hier nahezu stabil, allerdings gestaltete sich die Nachfrage im öffentlichen Sektor verhalten. Klüh konnte kaum Neuaufträge an Land ziehen, auch die Verlängerung von Aufträgen gestaltete sich schwierig.
Gewinnzahlen gibt das Unternehmen traditionell nicht bekannt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ähnliche Entwicklungen wie im vergangenen Jahr.

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