Gebote bis Ende November
Bodenbelaghersteller Nora wird verkauft

Der Bodenbelaghersteller Nora könnte noch in diesem Jahr den Besitzer wechseln. Bis Ende November müssen die endgültigen Gebote stehen, heißt es. Mehrheitseigentümer Capiton bestätigte die Verkaufspläne.
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FrankfurtDer Bodenbelagshersteller Nora Systems steht Verhandlungskreisen zufolge kurz vor dem Verkauf. Bis Ende November seien die endgültigen Gebote für die ehemalige Freudenberg-Tochter fällig, sagten zwei mit dem Prozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Noch in diesem Jahr soll ein Bieter den Zuschlag erhalten. Interesse zeigten vor allem Finanzinvestoren, sagten die Insider. Der Mehrheitseigentümer von Nora, der Mittelstands-Investor Capiton, bestätigte die Verkaufspläne, nannte aber keine Einzelheiten.

Capiton hatte 2007 zwei Drittel der Anteile an Nora von dem Autozulieferer Freudenberg übernommen, der Rest liegt bei der Beteiligungsgesellschaft der baden-württembergischen Förderbank L-Bank. Der Unternehmenswert habe sich seit damals auf rund 200 Millionen Euro in etwa verdoppelt, hieß es im Umfeld der bisherigen Eigentümer. Mit dem Verkauf betraut ist die Investmentbank Lazard.

Das Unternehmen aus Weinheim bei Heidelberg war 1938 als Hersteller von Schuhsohlen gegründet worden und sieht sich heute als Weltmarktführer bei Kautschuk-Bodenbelägen. Ein Prestigeprojekt waren die Fußböden am Frankfurter Flughafen. Bis 2007 firmierte Nora unter dem Namen Freudenberg Bausysteme. Im vergangenen Jahr setzte die Firma mit 1100 Mitarbeitern knapp 200 Millionen Euro um.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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