Geld für Innovationen
Förderprogramme bieten Start-Ups gute Konditionen

Viele mittelständische Firmen haben wegen ihres geringen Eigenkapitals ein Problem: Investitionen können nicht getätigt werden – zumal die Banken in Zeiten von Basel II oft hohe Zinsaufschläge bei Darlehen berechnen. Umso wichtiger wird es, über Förderprogramme an günstige Kredite zu kommen.

BAD CAMBERG. Die Förderprogramme der KfW Mittelstandsbank, kurz KfW genannt stehen dabei im Blickpunkt. Anteilseigner der KfW sind mit 80 Prozent der Bund und mit 20 Prozent die Bundesländer. Mit ihrer Initiative „Kleiner Mittelstand“ unterstützt die KfW kleine und vor allem junge Mittelständler. Ein Element der Initiative ist der Mikrofinanzfonds Deutschland. An ihm sind neben der KfW das Bundeswirtschaftsministerium und Bundesministerium für Arbeit und Soziales beteiligt. Der Mikrofinanzfonds arbeitet wie ein Garantiefonds. Er nimmt Banken das Kreditausfallrisiko ab, die an junge Unternehmen Mikrokredite von bis zu 10 000 Euro mit Laufzeiten von rund zwei Jahren vergeben. Die Voraussetzung: Ein Berater prüft und begleitet das Investitionsvorhaben und übernimmt 20 Prozent der Haftung.

Der High-Tech-Gründerfonds steht dagegen jungen Technologieunternehmen in der Startphase mit Wagniskapital zur Seite. Dahinter stehen als Geldgeber neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der KfW Mittelstandsbank die Privatunternehmen BASF, Deutsche Telekom und Siemens sowie Daimler, Robert Bosch und Carl Zeiss. Die finanzielle Ausstattung des Fonds beträgt 272 Mill. Euro.

Die Initiatoren wollen mit diesen Mitteln bis zum Jahr 2011 bis zu 300 neuen Technologiefirmen beim Start helfen. Bis zu 500 000 Euro sind in der ersten Finanzierungsrunde möglich, danach folgt eine Finanzierung in gleicher Größenordnung. „Unterstützt werden Technologie-Newcomer, die nicht länger als ein Jahr operativ tätig sind, gute Marktchancen haben und ein qualifiziertes Management nachweisen können“, erläutert Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des Fonds. Der High-Tech-Gründerfonds erwirbt 15 Prozent der Gesellschaftsanteile. Die Gründer müssen zusammen mit einem weiteren Geldgeber 20 Prozent – in den neuen Bundesländern und Berlin zehn Prozent – in die Fondsfinanzierung einbringen. Das Finanzierungsvorhaben muss von einem ausgewiesenen Experten als „Erfolg versprechend“ beurteilt werden.

Aus einem weiteren Finanzierungstopf, dem ERP-Startfonds der KfW, wurden bislang mehr als hundert Unternehmen mit knapp 66 Mill. Euro bedient. Er ist mit 250 Mill. Euro ausgestattet. Abnehmer sind vor allem die Softwarebranche, gefolgt von Unternehmen der Bio- und Laser-Technologie. „Sofern ein privater Venture-Capital-Geber das Chancen-/Risiken-Verhältnis positiv beurteilt und investiert, kann die KfW die Beteiligung verdoppeln“, erklärt KfW-Abteilungsdirektor Michael Steinmetzer.

Voraussetzung dafür sei, dass das Unternehmen eine innovative Technologie einsetze, die ihm Wettbewerbsvorteile erschließe. Um generell am Fonds partizipieren zu können, muss das Unternehmen jünger als fünf Jahre sein, weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen und eine Bilanzsumme nicht höher als 10 Mill. Euro ausweisen. Zum Zeitpunkt des Antrags muss mindestens ein Viertel der Gesellschaftsanteile von den Gründern und weniger als die Hälfte von einem einzelnen Investor gehalten werden.

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