Geringe Kosten für Emission
Entry Standard erleichtert Börsendebüt

Beteiligungsgesellschaften, Investoren und Unternehmen atmen auf: Seit Ende Oktober hat die Deutsche Börse die Lücke zwischen den streng reglementierten Börsensegmenten Prime und General Standard und dem nahezu unreglementierten Freiverkehr geschlossen.

Mit dem von ihr neu geschaffenen Entry Standard gibt es damit ein Segment, das speziell aufstrebenden Mittelständlern wie auch jungen innovativen Unternehmen den Gang an die Börse ermöglicht, um sich dort Kapital zu beschaffen. Gerade wegen der verschärften Eigenkapitalregeln Basel II hatten diese beiden Gruppen einen vereinfachten Zugang zum Kapitalmarkt gefordert.

Bereits seit geraumer Zeit existieren an den Börsen München und Stuttgart vergleichbare Segmente. M Access heißen sie auf der einen, Gate-M auf der anderen Seite. Hier wie da sind sie ein Erfolg. Und auch der Entry Market erlebte mit elf Unternehmen am ersten Handelstag einen guten Start. Vorbild für alle Börsenplätze ist der Alternative Investment Market (AIM) in London. An der seit mehr als zehn Jahren erfolgreich existierenden Börse sind mittlerweile weit über 1 000 Unternehmen vertreten und damit mehr als an anderen Wachstumsmärkten weltweit.

Bis es soweit war, dass der Entry Standard starten konnte, verging jedoch einige Zeit. Bereits zu Jahresanfang machten Gerüchte die Runde, wonach die Deutsche Börse eine entsprechende Plattform plant. Daraufhin war das Interesse der Unternehmen geweckt. Weil etliche Gremien gehört und viele juristische Hürden genommen werden mussten, zog sich der endgültige Start bis zum Herbst hin. Manch interessiertes Unternehmen wie das Kölner Spezialsoftwarehaus Ifa Systems plauderte daraufhin bei der Präsentation des Börsenganges im Frühsommer schon einmal aus, dass man die Regeln des neu geplanten Segments erfüllen werde und präsentierte auch gleich wesentliche Details. Sehr zum Unmut der Deutschen Börse, die zu dieser Zeit noch nichts Offizielles sagen durfte.

Doch diese Vorfälle sind längst vergessen. Stattdessen stößt inzwischen auf uneingeschränktes Lob, dass die Unternehmen an den deutschen Mittelstandssegmenten weitaus geringeren Regeln unterliegen, als dies beispielsweise am vor rund zweieinhalb Jahren eingestellten Neuen Markt der Fall war. Dort herrschten damals die strengsten Börsenregeln weltweit, trotzdem konnten Betrugsfälle nicht verhindert werden.

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